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Sternenhimmel im Juli (01.07.2019)
Abends nach Sonnenuntergang sieht man zwei Planeten im Südosten: Im Sternbild Skorpion steht der hell leuchtende Jupiter, der vor einem Monat in Opposition zur Sonne stand, und östlich davon im Sternbild Schütze der Ringplanet Saturn, der am 9. Juli der Sonne am Himmel genau gegenübersteht, also die ganze Nacht zu sehen ist.
Saturn ist mit 120 000 km Durchmesser fast zehnmal so groß wie unsere Erde. Er umkreist die Sonne weit außen in einem Abstand von 1,4 Milliarden km. Das Licht der fernen Sonne kann den Planeten kaum erwärmen, es bleibt nur eine Temperatur von – 140° C.
Der „Herr der Ringe“ kann schwimmen
Saturn ist wie Jupiter ein Gasplanet aus hauptsächlich Wasserstoff und Helium. Vermutlich besitzt er nur einen kleinen festen oder flüssigen Kern, denn seine Dichte ist geringer als die von Wasser: Gäbe es einen so großen Ozean auf der Erde, dann würde Saturn auf ihm schwimmen. Er ist der einzige Planet unseres Sonnensystems, der in Wasser nicht untergehen würde.
Besonders auffällig ist sein riesiges Ringsystem, das man mit einem Durchmesser von 280 000 km schon in einem Fernglas gut erkennen kann.
Die Ringe bestehen aus Milliarden kleiner Geröll-, Staub- und Eisbrocken, die alle Saturn in vielen einzelnen Streifen umkreisen: Aus der Nähe betrachtet sehen die Saturnringe wie die Rillen einer Langspielplatte aus: Über 100000 durch Lücken voneinander abgegrenzte Einzelringe gibt es!

Ein besonderes Himmelsschauspiel erwartet uns in der Nacht vom 16. auf 17. Juli, eine partielle Mondfinsternis.

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Sternenhimmel im Juni (05.06.2019)
Unübersehbar steht Jupiter zurzeit als hellstes Objekt am Himmel. Am 10. Juni steht er der Sonne genau gegenüber, d.h. er geht bei Sonnenuntergang im Südosten auf und ist die ganze Nacht neben dem Stern Antares und dem Stachel des Skorpiones zu beobachten, bevor er in der Morgendämmerung im Südwesten untergeht.
Diese besondere Stellung des Planeten am Himmel nennt man Opposition (zur Sonne). Leider steht er in diesem Jahr sehr niedrig, d.h. selbst mitten in der Nacht, wenn er im Süden steht, kommt er gerade einmal 16 Grad über den Horizont.
Bei der Opposition überholt die Erde den viel langsamer um die Sonne laufenden Jupiter. Deshalb bleibt er am Himmel zurück, d.h. er wandert in den nächsten Wochen weiter nach Westen Richtung Antares.
Die Jupiter umgebenden Sternbilder wie Waage, Schlangenträger und Schlange bestehen aus recht lichtschwachen Sternen und sind von Kassel aus eher unauffällig.

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Sternenhimmel im Mai (05.05.2019)
Es wird jetzt im Mai sehr spät dunkel und man muss schon bis nach 22.00 Uhr warten, um den Sternenhimmel zu sehen. Genau über uns, um das Zenit, den höchsten Punkt des Himmels herum, steht die wohl bekannteste Sternengruppe, der Große Wagen, der Teil des Sternbildes Großer Bär ist.

Der Große Wagen fällt durch den charakteristischen Wagenkasten auf, an den sich die Deichsel, ein flaches Sternendreieck, anschließt. Der mittlere Deichselstern Mizar ist der sog. Augenprüfer: Wer sehr gute Augen hat, erkennt einen deutlich lichtschwächeren Stern direkt neben Mizar. Es ist Alkor. Mizar und Alkor bilden ein Doppelsternsystem. Beide Sterne sind rund 82 Lichtjahre entfernt und stehen knapp ein Lichtjahr voneinander getrennt. Es ist nicht bekannt ob sie auch wirklich durch Schwerkraft aneinandergebunden sind und sich umkreisen. Aber Mizar besteht aus vier Sonnen und Alkor selbst ist auch ein Doppelstern. Würden Mizar und Alkor zusammengehören, dann würden sie also ein sechsfaches Sternsystem bilden.

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Sternenhimmel im April (01.04.2019)
Am westlichen Himmel verabschieden sich jetzt die Wintersternbilder: Der Orion mit den Gürtelsternen neigt sich nach Beginn der Dunkelheit dem Untergang zu, über ihm folgen Castor und Pollux mit dem Sternbild der Zwillinge. Westlich vom Orion steht der rötlich leuchtende Aldebaran, ein 67 Lichtjahre entfernter alter Riesenstern. Unter ihm steht eine sehr lockere Ansammlung junger Sterne, die Hyaden. Dieser V-förmig anzusehende offene Sternhaufen ist etwa 151 Lichtjahre entfernt und vor 800 Millionen Jahren
entstanden.
Rechts von Aldebaran steht eines der schönsten Himmelsobjekte des Winterhimmels, der offene Sternhaufen der Plejaden. Er heißt auch Siebengestirn, da man bis zu sieben Sternen mit dem bloßen Auge erkennen kann, deren Anordnung an eine Mini-Ausgabe des großen Wagens erinnert.
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Sternenhimmel im März (10.03.2019)
Auch am abendlichen Sternenhimmel vollzieht sich im März der Wechsel der Jahreszeiten: Noch sieht man nach Sonnenuntergang den hellen Winterstern Sirius im Süden, rechts von ihm, also westlich, prägen die anderen Wintersternbilder den Anblick des Himmels: das Sternbild Orion mit dem Schulterstern Beteigeuze, dem rechten Fußstern Rigel und den markanten drei Gürtelsternen dazwischen. Westlich davon steht der rötlich leuchtende Aldebaran im Stier. Oberhalb vom Stier steht das Fünfeck des Fuhrmanns mit dem hellen Stern Capella.

Der Osthimmel aber wird nun abends von den Frühlingssternbildern geprägt: Beginnen wir unsere Reise unter dem Frühlingshimmel mit dem Sternbild Großer Wagen, das jetzt am Frühlingsanfang hoch im Osten steht. Es fällt durch den charakteristischen Wagenkasten auf, an den die Deichsel, ein flaches Sternendreieck, anschließt. Der Große Wagen ist eigentlich nur ein Teil des Sternbildes Großer Bär, das aber wegen der lichtschwachen Sterne nicht so auffällig ist. Mit Hilfe des Wagenkastens kann man die Nordrichtung und damit den Polarstern finden: Dazu verlängert man die Verbindungslinie der hinteren beiden Kastensterne etwa um das Fünffache nach oben, dann trifft man auf den am Ende der Deichsel des Kleinen Wagens stehenden Polarstern. Unter ihm ist dann der Nordpunkt des Horizontes. Verlängert man die Verbindungslinie der hinteren beiden Kastensterne des Großen Wagens dagegen nach unten, so zeigt sie auf den 78 Lichtjahre entfernten hellsten Stern im Sternbild Löwe, den Regulus. Zwei weitere Frühlingssternbilder findet man mit Hilfe der Deichsel des Großen Wagens. Sie beschreibt einen Bogen, der zum alten Riesenstern Arkturus im Sternbild Bootes führt und weiter zur Spica im Sternbild Jungfrau, die allerdings erst später in der Nacht aufgeht.

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Sternenhimmel im Februar (03.02.2019)
Im Februar sieht man die wichtigsten Wintersternbilder schon früh am Abend. Markant steht das Sternbild Orion, der Himmelsjäger, am Südhimmel. Es sind vier Sterne, die den Körper des Jägers markieren: Rigel steht am rechten Fuß und Beteigeuze ist der linke obere Schulterstern. Beides sind Riesensterne, der Radius von Beteigeuze (Entfernung 530 Lichtjahre) liegt bei 500 Millionen km, das ganze innere Planetensystem hätte in ihr Platz. Rigel ist da bescheidener, er hat gerade 10% des Durchmessers von Beteigeuze, er würde aber immerhin noch an die Bahn des Planeten Merkur reichen. Ganz markant sind die drei Gürtelsterne des Orion, unterhalb von ihnen sieht man zumindest im Fernglas den berühmten Orionnebel als kleines Wölkchen. Diese gigantische Gas- und Staubwolke, eine Geburtsstätte von Sternen und Planeten, wird von jungen Sternen (den sog. Trapezsternen im Zentrum der Wolke) angestrahlt und zum Leuchten gebracht. Sie ist 1350 Lichtjahre entfernt und erstreckt sich über 30 Lichtjahre und ist nur ein kleiner Teil einer gigantischen Molekülwolke, die sich über das gesamte Orion-Sternbild ausdehnt.
In Molekülwolken wie dem Orionnebel bilden sich neue Sterne und Planeten. Ausgangspunkt sind Staubteilchen aus früheren Sternengenerationen, an deren Oberflächen sich Eisschichten abgelagert haben, in denen Unmengen an organischen Substanzen eingefroren sind. Es gibt dort Aminosäuren, Blausäure und Alkohole. Aus den Eis-Staub-Gemischen bilden sich dann die Planeten Die Unmengen an organischen Substanzen, die wir in jungen Planetensystemen finden, deuten darauf hin, dass Leben ein kosmisches und nicht nur ein irdisches Phänomen sein muss.

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Sternenhimmel im Januar (06.01.2019)
Am frühen Morgen des 21.1. kann man die letzte innerhalb der nächsten 10 Jahre in Kassel sichtbare totale Mondfinsternis beobachten. In dieser Nacht ist Vollmond. Vor seinem Untergang tritt er um 4.34 Uhr in den Kernschatten der Erde. Aus der im Westen stehenden Vollmondscheibe wird immer mehr „ausgeschnitten“, bis er als schmale rötliche Sichel um 5.41 Uhr, dann allerdings recht tief stehend, ganz im Erdschatten verschwunden ist. Das rote Licht, das den Mond dann noch erreicht, ist Sonnenlicht, das durch die Lufthülle der Erde in den Schatten gelangt. Da das blaue Licht von unserer Luft aus den Sonnenstrahlen herausgestreut wird (deswegen haben wir blauen Himmel), kommt nur das rote Licht zum Mond durch. Aus dem gleichen Grund ist auch die am Horizont stehende Sonne beim Auf- oder Untergang oft rot verfärbt. Wenn der Mond gegen 6.43 Uhr aus dem Kernschatten austritt, sehen wir eine helle stetig wachsende Sichel, bis er dann durch seinen Untergang im Westen unbeobachtbar geworden ist.

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Sternenhimmel im Dezember (03.12.2018)
Kommt 2018 ein Weihnachtskomet? Im Dezember kann man den Kometen 46P/Wirtanen am Himmel beobachten, vielleicht mit freiem Auge, bestimmt mit einem Fernglas.

Was ist ein Komet?
Kometen sind riesige „verschmutzte“ Bälle aus Eis. Sterne, wie auch unsere Sonne, entstehen aus großen Wolken aus Gas und Staub, die sich durch die eigene Schwerkraft verdichten. An den Oberflächen der winzigen Staubteilchen, die den jungen Stern in einer Scheibe umgeben, frieren die Gase aus. In Millionen von Jahren verschmelzen die mit Eis überzogenen Körner dann zu etwa wenige Kilometer großen, stark mit Staub verschmutzten, Eis- und Schneebällen. Dies sind die Kometenkerne.

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Sternenhimmel im November (05.11.2018)
Ausnahmsweise wollen wir in diesem Monat mal den morgendlichen Sternenhimmel beobachten. Da es morgens noch lange dunkel ist, werden wir Mitte November gegen 6.30 Uhr entweder beim Frühstück oder auf dem Weg zur Arbeit den Planeten Venus erstmals wieder als hellen Morgenstern sehen, nachdem sie im Frühjahr und Sommer leider nicht allzu gut sichtbar unser Abendstern war.

In der einsetzenden Morgendämmerung blicken wir gegen 6.30 Uhr nach Südosten. Venus steht dann schon als hellstes Objekt dicht über dem Horizont. Erst über, später im November rechts von ihr steht, Spica im Sternbild Jungfrau.

Da Venus sich am Himmel bewegt, kann man gut erkennen, wie sie am 12.11. noch unterhalb der Spica steht, am 15.11. dann dicht links unterhalb von ihr und schließlich gegen Monatsende dann weiter von Spica entfernt auf gleicher Höhe zu sehen ist. Im Laufe des Monats vergrößert Venus immer mehr ihren Abstand zur Sonne am Himmel, so dass sie täglich immer etwas höher über dem Horizont steht. Da die Sonne jeden Tag auch etwas später aufgeht, ist Venus morgens immer länger und immer besser zu sehen, zumal Venus auch immer heller wird, da sie auf ihrer Bahn um die Sonne uns immer mehr von ihrer beleuchteten Seite zeigt.

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Sternenhimmel im Oktober (01.10.2018)
In der ersten Nachthälfte kann man noch den hellen, rötlich leuchtenden Planeten Mars dicht über dem Süd- später Südwesthorizont sehen. Über Mars finden wir Atair, den hellsten Stern im Sternbild Adler und links oberhalb vom Adler steht der Schwan mit dem hellen Schwanzstern Deneb. Diese hochstehenden Sternbilder gehören noch zu den Sommersternbildern. Weil es jetzt immer früher dunkler wird, können wir sie noch bis in den Winter hinein abends sehen. Wir blicken jetzt Richtung Nordosten: Die Herbststernbilder sind höher gestiegen. Besonders bekannt ist das „Herbstviereck“. Es wird von vier nicht allzu hellen Sternen des Sternbildes Pegasus gebildet. Links neben ihm steht die Cassiopeia, deren hellste Sterne den Buchstaben „W“ bilden. Der Pegasus ist ein geflügeltes, auf dem Kopf stehendes, Pferd. Unter der Cassiopeia steigt der Perseus nach oben. Dieses Sternbild erinnert an ein auf dem Kopf stehendes „Y“. Von Algol wegführend nach rechts steht die Sternenkette der Andromeda, die in das Herbstviereck übergeht. Links unterhalb vom Perseus, tief am NNO – Horizont, leuchtet Capella im Fuhrmann. Über der Cassiopeia steht das Sternbild Cepheus, das an die Umrisse eines Hauses erinnert (zurzeit allerdings mit dem Dach nach unten). Die Sterne sind sehr lichtschwach, ein nur wenig durch das Stadtlicht aufgehellter Himmel ist notwendig um es zu erkennen. Obwohl der Anblick des Sternenhimmels ein ruhiges, eher friedliches Bild vermittelt, lauern im Weltall Gefahren für die Menschheit. Die Sonne wird von zahlreichen Felsbrocken umkreist, die von der Entstehung des Planetensystems „übrig“ geblieben sind. Manche von ihnen haben mehrere Kilometer Durchmesser und können der Erde sehr nahekommen. Würde einer dieser Brocken auf die Erde stürzen, könnte das das Ende der Menschheit bedeuten.

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