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Sternwarte online-Führungen/Vorträge (07.10.2021)
Ab sofort gibt es jeden Freitag um 20.00 Uhr eine Online Veranstaltung in der Sternwarte auf dem SFN. Man kann unter www.sfn-kassel.de/live direkt einschalten und den Stream live ansehen. Dort ist er auch noch einige Tage später abrufbar.

Jeweils um 20.00 Uhr halten Mark Woskowski und Klaus-Peter Haupt abwechselnd kurze Vorträge zu einem aktuellen Thema. Anschließend findet eine Online-Führung in der Sternwarte statt. Am kommenden Freitag bin ich dran, mit einem Kurzvortrag zu: Gibt es eine zweite Dunkle Energie?

Heiligabend und Silvester fallen auch auf einen Freitag. Da wird es ein Weihnachts- bzw. Silvester-Special geben! [mehr]

Sternenhimmel im Oktober (07.10.2021)
Blickt man Mitte Oktober gegen 21.00 Uhr nach Süden, so leuchtet noch sehr hell der Gasplanet Jupiter, der Ringplanet Saturn neben ihm ist deutlich schwächer. In der Monatsmitte zieht der zunehmende Mond an den beiden Planeten vorbei.

Im Osten sieht man die aufsteigenden Herbststernbilder. Prägend ist das Sternbild Cassiopeia, dessen fünf hellen Sterne den Buchstaben W bilden. Links unterhalb steht der Perseus, einem auf dem Kopf stehenden Y gleichend. Auffallend ist auch das große „Herbstviereck“, das den Körper des geflügelten Pferdes Pegasus bildet. Zwischen Pegasus und Perseus zieht sich die Sternenkette des Andromeda, über deren mittleren Stern man in dunklen und klaren Nächten das Zentrum der Andromedagalaxie mit bloßem Auge erkennen kann.

Weiter können wir ohne Hilfsmittel nicht sehen, diese Galaxie ist 2,6 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie besteht wie unsere Galaxis aus vielen Hundert Milliarden Sternen, Planeten, Gas- und Staubwolken. Ansammlungen von Galaxien, sogenannte Galaxienhaufen, sind die Bausteine des Kosmos. Sie bilden ein gigantisches Netzwerk, das den Raum durchzieht.

Aber was ist Raum an sich?

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Sternenhimmel im September 2021 (05.09.2021)
Es wird Herbst, auch am Sternenhimmel. Die Herbststernbilder treten nun im Osten über den Horizont und bestimmen den Anblick des Himmels. Markant steht gegen 22.00 Uhr in der ersten Monatshälfte das „Himmels – W“, die Cassiopeia über dem Osthorizont. Die fünf hellen Sterne formen den Buchstaben „W“. Unterhalb der Cassiopeia steht ein auf dem Kopf stehendes „Y“, das Sternbild Perseus, mit Algol, dem 93 Lichtjahre entfernten Teufelsstern, der so bezeichnet wird, weil er seine Helligkeit in kurzer Zeit verändert. Für unsere Vorfahren war das „Teufelszeug“, heute kennen wir den wahren Grund: Algol wird von einem lichtschwachen Begleitstern umkreist, der von uns aus gesehen vor ihm vorbeizieht und dabei einen Teil des Lichtes nicht zu uns gelangen lässt. Diese Abschwächung tritt alle 2 Tage und knapp 21 Stunden auf und kann innerhalb von 5 Stunden deutlich mit dem bloßen Auge wahrgenommen werden. Dazu vergleiche man alle 10 Minuten die Helligkeit von Algol mit den Helligkeiten der Sterne in seiner Umgebung. Die nächsten Helligkeitsabfälle werden einmal in der Nacht vom 15. auf 16. September und in der Nacht vom 18. auf den 19. September (nach Mitternacht) stattfinden. Am 21.9. ist Algol bei Dämmerungsbeginn im Minimum und man kann sehen, wie er im Laufe der Nacht heller wird.

Übrigens, ein winziger, aber messbarer Helligkeitsabfall im Sternenlicht entsteht auch, wenn ein ferner Planet zwischen uns und seinem Stern vorbeizieht. Durch solche Messungen hat man in den letzten Jahren über 4000 Exoplaneten entdeckt. Zwischen Cassiopeia und Perseus erkennt man mit bloßem Auge zwei offene Sternhaufen, dicht beieinander liegend, als kleine Flecken am Himmel. Sie heißen „ h und chi“ im Perseus und sind 7000
und 7500 Lichtjahre von uns entfernt.

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Sternenhimmel im August 2021 (10.08.2021)
Für das bloße Auge bietet der Sternenhimmel Anfang August eigentlich ein grandioses Schauspiel, man kann einer der stärksten Sternschnuppenstrom des Jahres beobachten. Die Sternschnuppen scheinen alle aus einem Punkt (Radiant genannt) in der Nähe des Sternbildes Perseus zu kommen, deswegen spricht man von den Perseiden. Sie sind zwischen dem 01. und 14. August besonders häufig zu beobachten. Dann durchquert die Erde die Bahn des Kometen Swift-Tuttles, der die Sonne in 133 Jahren umkreist. Da er das letzte Mal 1992 in Erdnähe war, sind wir weit von der Quelle der Sternschnuppen entfernt, dieses Jahr trifft die Erde den Bereich des Kometenstaubes nur schlecht. Aber dafür stört der Mond nicht und das Maximum liegt am 12.8. um 22.30 Uhr, also zur besten Beobachtungszeit.
Trotzdem empfiehlt sich eine Beobachtung in der Maximumsnacht erst nach 1.00 Uhr Wenn man Glück hat und die Ratschläge im Kasten befolgt, kann man aber sicher noch ein Dutzend Sternschnuppen pro Stunde sehen. Sternschnuppen sind die Leuchtspuren von winzigen, weniger als 1 cm großen, Staubteilchen aus unserem Planetensystem, die in großer Höhe in der Lufthülle der Erde verglühen. Das Nachleuchten der Luft sehen wir dann als „Stern“schnuppe. Pro Tag wächst die Masse der Erde um viele Tonnen, da ständig ein Staubregen aus dem Kosmos durch die Atmosphäre nach unten fällt. Die besonders zahlreichen, sehr kleinen Staubkörner (Mikrometeorite) erreichen ohne Leuchtspur den Erdboden, sie bilden auch einen Teil des Tiefseeschlamms.

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Sternenhimmel im Juli 2021 (05.07.2021)
Während der Dämmerung wird man im NW auch die Venus als hellen Abendstern dicht am Horizont sehen. Erst in den nächsten Monaten steht sie höher und wird ihrer Rolle als leuchtender Abendstern gerecht. Ab der Monatsmitte kommen die beiden Gasplaneten Saturn und Jupiter nach 23 Uhr über den SOHorizont. Im Süden sieht man den Riesenstern Antares mit dem Stachel des Skorpions über dem Horizont. Über allem steht das Sommerdreieck mit Atair im Adler als untersten Eckpunkt. Die anderen Eckpunkte werden von Wega in der Leier und Deneb im Schwan gebildet.

Wer genau am 15.7. einige Minuten vor 23 Uhr nach Süden sieht, wird die internationale Raumstation ISS in hohem Bogen über den Himmel wandern sehen. Um 23.00 Uhr ist sie dicht bei Atair und verschwindet dann wenige Minuten später hinter dem Osthorizont. Da die Bahn der ISS mehr als 400 km über der Erde verläuft, fliegt sie nicht über Kassel, sondern über den Alpenraum hinweg, wenn wir sie am 15.7. sehen.

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Sternenhimmel im Mai 2021 (03.05.2021)
Die Nächte im Mai sind schon sehr kurz, aber wer am frühen Morgen Richtung Südosten schaut, sieht in der Monatsmitte ab 4.00 Uhr zwei Planeten dicht über dem Horizont: der hellere, etwas tiefer stehende Planet ist Jupiter, der andere Saturn. Jupiter wird man noch nach 5.00 Uhr in der Morgendämmerung als eine Art Morgenstern sehen können. Auch abends tauchen jetzt neben Mars noch zwei weitere Planeten auf: Am 13.5. kann man dicht am NW-Horizont gegen 21.45 Uhr die sehr schmale Mondsichel erkennen. Rechts oberhalb von ihr steht der Planet Merkur.

Mond und Merkur steigen in den nächsten Tagen immer höher. Seine beste Sichtbarkeit erreicht Merkur am 17.5., er steht dann immerhin 11 ° über dem Horizont. Der Mond ist dann fast schon zum Halbmond geworden. Venus als zweiter (eigentlicher) Abendstern steht zum ersten Mal am 17.5. sichtbar gegen 21.45 Uhr über dem NW-Horizont. Der Mond wandert immer mehr nach Süden, nähert sich der Vollmondstellung. Merkur geht zurück Richtung Horizont und Venus steigt immer höher auf. Beide Abendsterne begegnen sich auf ihren unterschiedlichen Wegen am 28.5., einigermaßen gegen 22.30 Uhr sichtbar. Sie stehen dann weniger als 0,5 Grad nebeneinander. Merkur verschwindet dann vom Abendhimmel und Venus wird uns für Monate als heller Abendstern begleiten.

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Sternenhimmel im April 2021 (08.04.2021)
Wenn man Mitte April nach Einsetzen der Dunkelheit Richtung Westen sieht, dann kann man die untergehenden Wintersternbilder noch dicht am Horizont sehen: Der Himmelsjäger Orion mit seinen drei markanten Gürtelsternen steht unmittelbar am Horizont, Rigel, der rechte Fußstern geht bald unter, während der Schulterstern Beteigeuze noch höher am Himmel steht. Rechts neben Orion, fast genau im Westen, sieht man den rötlich leuchtenden Riesenstern Aldebaran im Stier. Unter ihm sieht man eine kleine Sternengruppe, den offenen Sternhaufen Hyaden. Bekannter ist das Siebengestirn, die Plejaden, die etwa auf gleicher Höhe weiter rechts von Aldebaran stehen. Hyaden und Plejaden sind Ansammlungen junger, vor einigen Millionen Jahren erst entstandener Sterne.
Über dem Orion stehen die Zwillinge mit Castor und Pollux und über dem Stier steht das Sternbild Fuhrmann mit dem hellen Stern Capella. Perseus und Cassiopeia stehen schon weiter im NW. Unterhalb der Zwillinge steht noch deutlich sichtbar der rote Planet Mars.

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Sternenhimmel im März 2021 (01.03.2021)
Auch am abendlichen Sternenhimmel vollzieht sich im März der Wechsel der Jahreszeiten: Noch sieht man nach Sonnenuntergang den hellen Winterstern Sirius im Süden, rechts von ihm, also westlich, prägen die anderen Wintersternbilder den Anblick des Himmels: das Sternbild Orion mit dem Schulterstern Beteigeuze, dem rechten Fußstern Rigel und den markanten drei Gürtelsternen dazwischen. Westlich davon steht der rötlich leuchtende Aldebaran und der Planet Mars im Stier. Oberhalb vom Stier steht das Fünfeck des Fuhrmanns mit dem hellen Stern Capella.
Der Osthimmel aber wird nun abends von den Frühlingssternbildern geprägt: Beginnen wir unsere Reise unter dem Frühlingshimmel mit dem Sternbild Großer Wagen...

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Rundgang in der Sternwarte (11.02.2021)
Die Sternwarte des Astronomischen Arbeitskreis Kassel befindet sich auf dem Dach des SFN. Unser Vorsitzender hat ein kleines Video gedreht, in dem die Instrumente kurz vorgestellt werden.

www.youtube.com/watch?v=9eJYT0o18Z4 [mehr]

Sternenhimmel Februar 2021 (06.02.2021)
Nach dem Neumond am 11.2. kann man am 13.2. die schmale Mondsichel tief im SW sehen. Von Tag zu Tag wird die Sichel breiter, der Mond steht abends noch Sonnenuntergang höher und weiter im Süden. Das ist eine unmittelbare Folge der Bewegung des Mondes um die Erde herum. Immer mehr von der sonnenbeschienenen Hälfte wird für uns dadurch sichtbar.

Hoch am Himmel sehen wir abends den rötlich leuchtenden Planeten Marsim Süden. Wer ein Fernglas besitzt, kann rechts unterhalb des Mars den Planeten Uranus sehen. Das war es aber auch schon mit Planeten im Februar.

In die Sternkarte, die den Sternenhimmel Mitte Februar Richtung Süden zeigt, ist die Position des Halbmondes am 19.2. eingezeichnet. Der Halbmond steht dann genau zwischen zwei rötlich leuchtenden Himmelsobjekten. Links sieht man Aldebaran im Stier. Der 67 Lichtjahre entfernte Stern hat etwa die Masse unserer Sonne, aber er ist wesentlich älter. Er ist schon an seinem Lebensende angekommen und hat sich zu einem Riesnestern aufgebläht: Er ist 45-mal so groß wie die Sonne. Rötlich leuchtet er, weil seine Oberflächentemperatur auf 3500 Grad
gesunken ist. Bis die Sonne so weit ist werden noch einige Milliarden Jahre vergehen. Rechts vom Halbmond steht der Mars, ein Planet, der um unsere Sonne kreist. Seine rötliche Farbe erhält er von der rostigen Oberfläche, die viel Eisenoxid enthält und deshalb hauptsächlich rotes Licht
reflektiert.

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