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Sternenhimmel Februar 2023 (05.02.2023)
Den ganzen Februar über fallen gleich in der Abenddämmerung zwei helle Himmelsobjekte im Südwesten auf: Etwas dichter am Horizont steht der Planet Venus als Abendstern. Links über ihr sieht man den Gasplaneten Jupiter. Im Laufe des Februars kann man sehr schön beobachten, wie sich diese beiden Planeten zueinander vor dem Hintergrund der Sterne bewegen. Beide Planeten bewegen sich am Himmel nach links, Richtung Osten. Das macht auch die Sonne. Da Jupiter viel weiter entfernt von uns als die Sonne ist, bewegt sich die Sonne am Himmel schneller Richtung Osten, d.h. sie holt den Gasplaneten im Laufe des Februars immer mehr
ein.

Was bedeutet das für uns? Wenn wir nach Sonnenuntergang an den Himmel blicken, ist der Abstand zwischen Jupiter und der untergehenden Sonne am Himmel von Tag zu Tag kleiner. Jupiter wird also immer dichter abends am Horizont zu sehen sein und im April dann unbeobachtbar neben der Sonne stehen. Nun kommt die Venus ins Spiel. Sie steht der Erde recht nahe (sie ist der weiter Innen umlaufende Planet) und bewegt sich deshalb nicht nur schneller als Jupiter, sondern auch schneller als die Sonne am Himmel. Sie läuft deswegen auf Jupiter zu und vergrößert dabei ihren Abstand am Himmel zur Sonne. Deswegen werden wir Venus im Laufe des Monats immer höher über dem SW- Horizont sehen.

Bis in den Sommer hinein prägt sie als heller Abendstern den westlichen Himmel. Am 4.6. hat sie ihren größten Winkelabstand zur Sonne erreicht (etwa 45°), danach nähert sie sich der Sonne wieder an. Deshalb kann man sie als Abendstern nur bis Mitte Juli sehen, aber im Herbst taucht sie auf der anderen Seite der Sonne als Morgenstern auf.

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Sternenhimmel Januar 2023 (05.01.2023)
Im Januar sieht man die wichtigsten Wintersternbilder schon früh am Abend über dem südöstlichen Horizont. Markant steht das Sternbild Orion, der Himmelsjäger, am Himmel. Es sind vier Sterne, die den Körper des Jägers markieren: Rigel steht am rechten Fuß und Beteigeuze ist der linke Schulterstern. Beides sind Riesensterne, der Radius von Beteigeuze (Entfernung 530 Lichtjahre) liegt bei 500 Millionen km, das ganze innere Planetensystem hätte in ihr Platz. Rigel ist da bescheidener, er hat gerade 10% des Durchmessers von Beteigeuze, er würde aber immerhin noch an die Bahn des Planeten Merkur reichen.

Ganz markant sind die drei Gürtelsterne des Orion, unterhalb von ihnen sieht man zumindest im Fernglas den berühmten Orionnebel als kleines Wölkchen. Diese gigantische Gas- und Staubwolke, eine Geburtsstätte von Sternen und Planeten, wird von jungen Sternen (den sog. Trapezsternen im Zentrum der Wolke) angestrahlt und zum Leuchten gebracht. Sie ist 1350 Lichtjahre entfernt und erstreckt sich über 30 Lichtjahre und ist nur ein kleiner Teil einer gigantischen Molekülwolke, die sich über das gesamte Orion-Sternbild ausdehnt.

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Sternenhimmel im Dezember 2022 (27.11.2022)
Die Nächte im November werden aber vom roten Planeten Mars geprägt. Die ganze Nacht über ist Mars als helles Himmelsobjekt sehr auffällig: abends geht Mars im Osten auf, steht nach Mitternacht hoch im Süden und geht dann morgens im Westen unter. Am 8.12. steht er gegen 7.00 Uhr morgens im Sternbild Stier der Sonne genau gegenüber. Das nennt man dann die Oppositionsstellung des Mars. Im Planetensystem stehen dann Sonne - Erde – Mars auf einer Linie. Mit 82 Millionen km erreicht er seinen kleinsten Abstand zur Erde in diesem Winter. Das ist eher Mittelmaß, es gibt Marsoppositionen, da steht er uns wesentlich näher. Mars ist nur halb so groß wie die Erde. Wegen der geringen Schwerkraft hat er seine Atmosphäre, die fast nur aus Kohlendioxyd besteht, weitgehend verloren. Sie ist nur noch extrem dünn (weiterlesen in der angefügten PDF-Datei). [mehr]

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Astronomischer Adventskalender mit täglichem Rätsel (27.11.2022)
Am 1.12. startet auch wieder der AAK 2022, der AstronomischeAdventsKalender, täglich im Astronomie-Blog: www.astronomiekassel.blogspot.com

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Sternenhimmel November 2022 (06.11.2022)
Spätestens nachdem wir die Uhren auf Winterzeit umgestellt haben, merken wir, wie früh es abends wieder dunkel wird. Die Zeit der kurzen Tage und langen Nächte ist nun gekommen. Das ist nicht überall auf der Erde so: Auf der Südhalbkugel werden die Tage jetzt immer länger und für Orte auf dem Erdäquator ändert sich nichts. Dort steht die Sonne jeden Tag im Jahr für 12 Stunden über dem Horizont. An zwei Tagen im Jahr gilt das auch für uns in Kassel: Am 23.9., wenn Herbstanfang ist, und am 20.3. beim Frühlingsanfang geht die Sonne genau im Osten auf und nach etwa 12 Stunden genau im Westen unter.

Jetzt, im November, verschieben sich die Auf- und Untergangspunkte der Sonne immer mehr von Tag zu Tag in Richtung Süden, der Tagesbogen der Sonne wird dadurch kürzer und somit auch die Tage selbst. Das kann man leicht beobachten, wenn man sich zum Beispiel den Ort des Sonnenuntergangs am Horizont merkt. Viele Wohnungen haben ein Südfenster, von dem aus man jetzt im November bei schönem Wetter den Sonnenuntergang verfolgen kann. Im Sommer muss man dafür spät am Abend aus dem Nordfenster blicken. Am Tag der Wintersonnenwende (21.12.) kehrt sich der Trend wieder um: Erst unmerklich und dann immer schneller werden die Tage wieder länger. Dieser Wechsel der Tageslängen hängt natürlich mit dem Verlauf der Jahreszeiten zusammen. (Weiterlesen in der angefügten pdf-Datei). [mehr]

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Bericht vom Tag der Astronomie (05.10.2022)
Nach coronabedingter Pause gab es endlich wieder einen bundesweiten Tag der Astronomie 1.10.2022, an dem sich viele Sternwarten, Planetarien und Vereine beteiligt haben.

Zur Erinnerung: Am Tag der Astronomie 2020 waren wir im Lockdown, da gab es lediglich eine Aktion im Astronomie-Blog: Wir beobachten gemeinsam – jeder für sich. Zahlreiche Nordhessen schickten Bilder von ihrer Balkonsternwarte.

2021 konnten wir dann einen kompletten Tag mit Vorträgen und Beobachtungen per Internet streamen, die Technik hatten wir, aber zusammenkommen ging nicht. Aber immerhin waren etwa 750 Menschen online dabei.

(weiterlesen in der angefügten PDF-Datei)

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Sternenhimmel Oktober 2022 (03.10.2022)
Für lange Zeit zum letzten Mal können wir am Dienstag, 25.Oktober von Nordhessen aus sehen, wie der Neumond sich vor die Sonnenscheibe schiebt und einen Teil von ihr (fast 23%) bedeckt. Um 11.10 Uhr kann man erkennen, wie der Mond von rechts oben her die Sonnenscheibe berührt, um 12.10 Uhr ist dann die maximale Bedeckung erreicht und um 13.11 Uhr verlässt die Mondscheibe am linken Rand die Sonne. Ob die Bedeckung ausreicht, um links neben der Sonne den Planeten Venus am Tageshimmel mit freiem Auge erkennen zu können, ist fraglich..

Es muss Neumond sein!

Bei einer Sonnenfinsternis fällt der Schatten des Mondes auf die Erde. Das kann natürlich nur bei Neumond passieren. Obwohl alle 29,5 Tage Neumond ist, gibt es nicht jeden Monat eine Sonnenfinsternis, da die Mondbahn um 5 Grad gegen die Erdbahn geneigt ist. Deshalb fällt der Mondschatten meist über oder unter die Erde. Nur zweimal im Jahr steht der Mond bei Neumond auch auf der Höhe der Erdbahn und sein Schatten kann die Oberfläche unseres Planeten treffen. 2015 ist dies im März und September der Fall. Dieses halbjährige Auftreten von Finsternissen gilt aber nur anäherungsweise: Wegen der Anziehungskraft unserer Sonne kippt die Mondbahn und die sogenannten Knoten, an denen die Mondbahn die Ebene der Erdbahn durchstößt, bewegen sich dem Mond entgegen. Deshalb finden jedes Jahr die Finsternisse 3 Wochen früher statt. Sonnenfinsternisse sind oft auch von Mondfinsternissen begleitet: Zwei Wochen vor und nach einer Sonnenfinsternis kann der Vollmond in den Erdschatten eintreten und verfinstert werden.

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Sternenhimmel im September 2022 (06.09.2022)
Unübersehbar steht Jupiter zurzeit als hellstes Objekt abends nach 21 Uhr im Osten unterhalb des Herbstvierecks des Sternbildes Pegasus. Er ist der größte Planet in unserem Sonnensystem (Durchmesser 143000 km oder 11 Erddurchmesser) und auch mit 318 Erdmassen der massereichste. Auch mit 63 Monden hält er einen Rekord. Die vier hellsten und größten Monde Io, Europa, Ganymed und Callisto hat schon Galilei beobachtet, man kann sie sogar in einem Fernglas erkennen. In 12 Jahren umkreist Jupiter unsere Sonne in einem mittleren Abstand von 778 Millionen km.

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Sternenhimmel August 2022 (02.08.2022)
Für das bloße Auge bietet der Sternenhimmel Anfang August eigentlich ein grandioses Schauspiel, man kann den stärksten Sternschnuppenstrom des Jahres beobachten. Die Sternschnuppen scheinen alle aus einem Punkt (Radiant genannt) in der Nähe des Sternbildes Perseus zu kommen, deswegen spricht man von den Perseiden.

Sternschnuppen sind die Leuchtspuren von winzigen, weniger als 1 cm großen, Staubteilchen aus unserem Planetensystem, die in großer Höhe in der Lufthülle der Erde verglühen. Das Nachleuchten der Luft sehen wir dann als „Stern“schnuppe. Pro Tag wächst die Masse der Erde um viele Tonnen, da ständig ein Staubregen aus dem Kosmos durch die Atmosphäre nach unten fällt. Die besonders zahlreichen, sehr kleinen Staubkörner (Mikrometeorite) erreichen ohne Leuchtspur den Erdboden, sie bilden auch einen Teil des Tiefseeschlamms.

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Sternenhimmel im Juli 2022 (04.07.2022)
Jetzt im Juli noch bis in den August hinein sieht man sehr oft abends mit fortschreitender Dämmerung am Nordhimmel weißlich leuchtende filigrane Wolken. Es sind die leuchtenden Nachtwolken, LNC (Luminous Night Clouds) abgekürzt. Um sie zu sehen, muss der Himmel erst einmal nahezu wolkenfrei sein. Dann sollte die Sonne schon einige Zeit untergegangen sein, aber noch nicht zu tief unter dem Horizont stehen. Der Horizont sollte eher noch hell erleuchtet sein.

Die LNC können von Nordwesten bis Nordosten in Horizontabständen bis zu 40 Grad auftreten. Wenn es dunkler wird, die Sonne also noch weiter unter dem Horizont steht, ziehen sich die Wolken scheinbar Richtung Horizont zurück und verschwinden dann. Was passiert da? Normale Wolken reichen maximal bis zu Höhen von 15 km. LNC stehen in Höhen von 85 km. Dort werden sie noch von der Sonne angeleuchtet, während es am Boden schon langsam dunkel wird.

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