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Sternenhimmel im Mai 2021 (03.05.2021)
Die Nächte im Mai sind schon sehr kurz, aber wer am frühen Morgen Richtung Südosten schaut, sieht in der Monatsmitte ab 4.00 Uhr zwei Planeten dicht über dem Horizont: der hellere, etwas tiefer stehende Planet ist Jupiter, der andere Saturn. Jupiter wird man noch nach 5.00 Uhr in der Morgendämmerung als eine Art Morgenstern sehen können. Auch abends tauchen jetzt neben Mars noch zwei weitere Planeten auf: Am 13.5. kann man dicht am NW-Horizont gegen 21.45 Uhr die sehr schmale Mondsichel erkennen. Rechts oberhalb von ihr steht der Planet Merkur.

Mond und Merkur steigen in den nächsten Tagen immer höher. Seine beste Sichtbarkeit erreicht Merkur am 17.5., er steht dann immerhin 11 ° über dem Horizont. Der Mond ist dann fast schon zum Halbmond geworden. Venus als zweiter (eigentlicher) Abendstern steht zum ersten Mal am 17.5. sichtbar gegen 21.45 Uhr über dem NW-Horizont. Der Mond wandert immer mehr nach Süden, nähert sich der Vollmondstellung. Merkur geht zurück Richtung Horizont und Venus steigt immer höher auf. Beide Abendsterne begegnen sich auf ihren unterschiedlichen Wegen am 28.5., einigermaßen gegen 22.30 Uhr sichtbar. Sie stehen dann weniger als 0,5 Grad nebeneinander. Merkur verschwindet dann vom Abendhimmel und Venus wird uns für Monate als heller Abendstern begleiten.

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Sternenhimmel im April 2021 (08.04.2021)
Wenn man Mitte April nach Einsetzen der Dunkelheit Richtung Westen sieht, dann kann man die untergehenden Wintersternbilder noch dicht am Horizont sehen: Der Himmelsjäger Orion mit seinen drei markanten Gürtelsternen steht unmittelbar am Horizont, Rigel, der rechte Fußstern geht bald unter, während der Schulterstern Beteigeuze noch höher am Himmel steht. Rechts neben Orion, fast genau im Westen, sieht man den rötlich leuchtenden Riesenstern Aldebaran im Stier. Unter ihm sieht man eine kleine Sternengruppe, den offenen Sternhaufen Hyaden. Bekannter ist das Siebengestirn, die Plejaden, die etwa auf gleicher Höhe weiter rechts von Aldebaran stehen. Hyaden und Plejaden sind Ansammlungen junger, vor einigen Millionen Jahren erst entstandener Sterne.
Über dem Orion stehen die Zwillinge mit Castor und Pollux und über dem Stier steht das Sternbild Fuhrmann mit dem hellen Stern Capella. Perseus und Cassiopeia stehen schon weiter im NW. Unterhalb der Zwillinge steht noch deutlich sichtbar der rote Planet Mars.

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Sternenhimmel im März 2021 (01.03.2021)
Auch am abendlichen Sternenhimmel vollzieht sich im März der Wechsel der Jahreszeiten: Noch sieht man nach Sonnenuntergang den hellen Winterstern Sirius im Süden, rechts von ihm, also westlich, prägen die anderen Wintersternbilder den Anblick des Himmels: das Sternbild Orion mit dem Schulterstern Beteigeuze, dem rechten Fußstern Rigel und den markanten drei Gürtelsternen dazwischen. Westlich davon steht der rötlich leuchtende Aldebaran und der Planet Mars im Stier. Oberhalb vom Stier steht das Fünfeck des Fuhrmanns mit dem hellen Stern Capella.
Der Osthimmel aber wird nun abends von den Frühlingssternbildern geprägt: Beginnen wir unsere Reise unter dem Frühlingshimmel mit dem Sternbild Großer Wagen...

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Rundgang in der Sternwarte (11.02.2021)
Die Sternwarte des Astronomischen Arbeitskreis Kassel befindet sich auf dem Dach des SFN. Unser Vorsitzender hat ein kleines Video gedreht, in dem die Instrumente kurz vorgestellt werden.

www.youtube.com/watch?v=9eJYT0o18Z4 [mehr]

Sternenhimmel Februar 2021 (06.02.2021)
Nach dem Neumond am 11.2. kann man am 13.2. die schmale Mondsichel tief im SW sehen. Von Tag zu Tag wird die Sichel breiter, der Mond steht abends noch Sonnenuntergang höher und weiter im Süden. Das ist eine unmittelbare Folge der Bewegung des Mondes um die Erde herum. Immer mehr von der sonnenbeschienenen Hälfte wird für uns dadurch sichtbar.

Hoch am Himmel sehen wir abends den rötlich leuchtenden Planeten Marsim Süden. Wer ein Fernglas besitzt, kann rechts unterhalb des Mars den Planeten Uranus sehen. Das war es aber auch schon mit Planeten im Februar.

In die Sternkarte, die den Sternenhimmel Mitte Februar Richtung Süden zeigt, ist die Position des Halbmondes am 19.2. eingezeichnet. Der Halbmond steht dann genau zwischen zwei rötlich leuchtenden Himmelsobjekten. Links sieht man Aldebaran im Stier. Der 67 Lichtjahre entfernte Stern hat etwa die Masse unserer Sonne, aber er ist wesentlich älter. Er ist schon an seinem Lebensende angekommen und hat sich zu einem Riesnestern aufgebläht: Er ist 45-mal so groß wie die Sonne. Rötlich leuchtet er, weil seine Oberflächentemperatur auf 3500 Grad
gesunken ist. Bis die Sonne so weit ist werden noch einige Milliarden Jahre vergehen. Rechts vom Halbmond steht der Mars, ein Planet, der um unsere Sonne kreist. Seine rötliche Farbe erhält er von der rostigen Oberfläche, die viel Eisenoxid enthält und deshalb hauptsächlich rotes Licht
reflektiert.

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Sternenhimmel im Januar 2021 (04.01.2021)
Das wichtigste astronomische Ereignis des Januars findet am Nachmittag des 14.1. zwischen 17 Uhr und 17.20 Uhr statt. Die gerade einen Tag alte sehr schmale Mondsichel ist tief im Südwesten zu sehen, rechts oberhalb von ihr steht der Planet Merkur und weiter rechts unterhalb findet man, vielleicht zum letzten Mal für viele Monate, den Gasplaneten Jupiter. Saturn, der in den letzten Monaten immer dicht bei Jupiter stand, ist schon untergegangen. Ein Fernglas kann beim Aufsuchen sehr hilfreich sein.

Im Januar wird der Sternenhimmel im Südosten durch die markanten Wintersternbilder geprägt. Am bekanntesten ist der Orion, der Himmelsjäger. Vier Sterne bilden den Körper des Jägers, Rigel steht am rechten Fuß und Beteigeuze ist der linke obere Schulterstern.

Beides sind Riesensterne, der Radius von Beteigeuze (Entfernung 530 Lichtjahre) liegt bei 500 Millionen km, das ganze innere Planetensystem hätte in ihr Platz. Rigel ist da bescheidener, er hat gerade 10% des Durchmessers von Beteigeuze, er würde aber immerhin noch an die Bahn des Planeten Merkur reichen. Auffällig sind die drei Gürtelsterne des Orion, deren Verbindungslinie nach links unten auf den hellsten Stern des Sternenhimmels, den Sirius im Sternbild „Großer Hund“, zeigt. Vor einem Jahr war Beteigeuze vorübergehend deutlich lichtschwächer. Sie hatte im Herbst 2019 eine Gas- und Staubwolke ausgestoßen und sich dadurch selbst für einige Monate abgedunkelt.

Unterhalb der Gürtelsterne bilden lichtschwache Sterne und ein wolkenartiges Gebilde das Schwertgehänge des Himmelsjägers. Das kleine Wölkchen erweist sich im Fernrohr als gigantische Gas- und Staubwolke, die von jungen Sternen (den sog. Trapezsternen im Zentrum der Wolke) angestrahlt und zum Leuchten gebracht wird.

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Sternenhimmel im Dezember (03.12.2020)
Schon seit Wochen sieht man abends nach Einbruch der Dunkelheit den hellen Jupiter und links oberhalb von ihm den etwas lichtschwächeren Saturn tief im Südwesten. Im Laufe des Dezembers kommen sie sich am Himmel immer näher. Am Abend des 21.12. stehen sie sich so nahe, dass sie für das freie Auge zu einem hellen Lichtfleck verschmelzen. Nur 0,1 Grad, also 20% der Vollmondscheibe,sind die beiden Planeten dann noch getrennt. Im Fernglas sieht man um Jupiter herum seine vier hellen Monde, oberhalb steht Saturn mit seinem Ring und dem helleren Mond Titan.

Vor 2027 Jahren war das auch so der Fall, und vermutlich war das die physikalische Vorlage für den Stern von Bethlehem. Ein besonders schöner Anblick bietet der Abend des 17.12.: Da sieht man die beiden Planeten noch getrennt, sehr dicht stehend, und links von ihnen die erst drei Tage alte schmale Mondsichel.

Leider findet dieses seltene Himmelsereignis sehr tief am Südwesthorizont statt. Man sollte schon während der Dämmerung gegen 17 Uhr nach den Planeten Ausschau halten, schon gegen 18.00 Uhr verschwinden sie hinter dem Horizont. Natürlich begegnen sich die beiden Planeten nicht wirklich. Saturn ist ungefähr doppelt so weit von der Erde entfernt wie Jupiter. Nur im Dezember sehen wir die Planeten in der gleichen Blickrichtung.

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Neue Homepage unseres Vorsitzenden (16.11.2020)
Der Vereinsvorsitzende KP Haupt hat ab sofort eine eigene Homepage, von der aus man nicht nur alle Beiträge aus dem Bereich der Astronomie und alle seine Vorträge erreicht, sondern auch zusätzlich weitere Meldungen aus dem Bereich Wissenschaft, Natur und Schule.

www.natur-science-schule.info [mehr]

Sternenhimmel im November (02.11.2020)
An den meisten Tagen im November kann man bei klarem Himmel 5 Planeten mit dem freien Auge sehen. Hinzu kommt noch Uranus als sechster Planet, falls man ein Fernglas zur Hand hat. Beginnen wir mit dem Abendhimmel unmittelbar nach Einsetzen der Dämmerung. Tief im SW steht der helle Jupiter und rechts oberhalb von ihm der Planet Saturn, nicht ganz so hell. In den nächsten Wochen wird sich Jupiter immer mehr dem Saturn am Himmel annähern und kurz vor
Weihnachten werden sie fast zu einem Weihnachtsstern verschmelzen.

Im Südosten taucht der sehr helle, rötlich leuchtende Mars auf. Während Jupiter und Saturn rasch untergehen, ist Mars bis in die frühen Morgenstunden zu sehen, er wandert hoch am Himmel Richtung Westen. Mit einem Fernglas kann man sogar Uranus sehen. Er steht mitten auf der Verbindungslinie zwischen
Mars und dem offenen Sternhaufen der Plejaden, dem Siebengestirn fast genau im Osten.

Da es morgens noch lange dunkel ist, sollten wir um den 10. bis 13. November gegen 6.30 Uhr entweder beim Frühstück oder auf dem Weg zur Arbeit mal nach Südosten an den Himmel sehen: Hell und noch hochstehend sieht man den Planeten Venus als Morgenstern. Da Venus sich am Himmel bewegt, kann man gut erkennen, wie sie von Monatsbeginn an sich immer mehr der Sonne nähert und dabei auf den Stern Spica in der Jungfrau zuläuft. Am 18.11. steht sie dann
auf gleicher Höhe links neben Spica und beendet langsam ihre Morgensichtbarkeit.

Übrigens kann man Spica auch leicht mit Hilfe des Sternbildes Großer Wagen finden: Man verlängert den Bogen der drei Deichselsterne, kommt zum rötlich leuchtenden Riesenstern Arkturus im Bootes und weiter zu Spica in der Jungfrau.

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Sternhimmel Oktober (08.10.2020)
Abends stehen im Osten vier sehr charakteristische Herbststernbilder: Die Sternenkette der Andromeda geht in das Herbstviereck des Pegasus über. Oberhalb der Andromeda steht das „Himmels-W“, die Cassiopeia. Links der Andromeda sieht man Perseus, ein auf dem Kopf stehendes „Y“. Die Nächte im Oktober werden aber vom roten Planeten Mars geprägt.

Die ganze Nacht über ist Mars als helles Himmelsobjekt sehr auffällig: abends geht Mars im Osten auf, steht nach Mitternacht hoch im Süden und geht dann morgens im Westen unter. Genau am 14.10. steht er im Sternbild Fische der Sonne genau gegenüber. Das nennt man dann die
Oppositionsstellung des Mars. Im Planetensystem stehen dann Sonne-Erde – Mars auf einer Linie. Etwa eine Woche vor seiner Opposition steht uns Mars mit 62,1 Millionen km so nahe wie lange zwischen 2005 und 2035 nicht mehr, nur im Juli 2018 war er etwas näher.

Mars ist nur halb so groß wie die Erde. Wegen der geringen Schwerkraft hat er seine Atmosphäre, die fast nur aus Kohlendioxyd besteht, weitgehend verloren. Sie ist nur noch extrem dünn, so wie auf der Erde die Luft in 35 km Höhe. Wir kennen die Marsoberfläche recht gut, da zahlreiche Raumsonden auf Mars gelandet sind. Mars ist ein Wüstenplanet, mit Kratern übersät. Viele erloschene Vulkane gibt es dort, der Olympus Mons ist mit 26 km Höhe der höchste Berg des Sonnensystems. Immer wieder gibt es Staubstürme, die weite Teile des Planeten überziehen und mit feinem rötlichem Staub bedecken. Sehr wahrscheinlich stammt die deutlich wahrnehmbare Rotfärbung von Eisenoxyd, also Rost, sie
könnte aber auch durch das Mineral Hämatit entstehen.

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