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Rundgang in der Sternwarte (11.02.2021)
Die Sternwarte des Astronomischen Arbeitskreis Kassel befindet sich auf dem Dach des SFN. Unser Vorsitzender hat ein kleines Video gedreht, in dem die Instrumente kurz vorgestellt werden.

www.youtube.com/watch?v=9eJYT0o18Z4 [mehr]

Sternenhimmel Feburar 2021 (06.02.2021)
Nach dem Neumond am 11.2. kann man am 13.2. die schmale Mondsichel tief im SW sehen. Von Tag zu Tag wird die Sichel breiter, der Mond steht abends noch Sonnenuntergang höher und weiter im Süden. Das ist eine unmittelbare Folge der Bewegung des Mondes um die Erde herum. Immer mehr von der sonnenbeschienenen Hälfte wird für uns dadurch sichtbar.

Hoch am Himmel sehen wir abends den rötlich leuchtenden Planeten Marsim Süden. Wer ein Fernglas besitzt, kann rechts unterhalb des Mars den Planeten Uranus sehen. Das war es aber auch schon mit Planeten im Februar.

In die Sternkarte, die den Sternenhimmel Mitte Februar Richtung Süden zeigt, ist die Position des Halbmondes am 19.2. eingezeichnet. Der Halbmond steht dann genau zwischen zwei rötlich leuchtenden Himmelsobjekten. Links sieht man Aldebaran im Stier. Der 67 Lichtjahre entfernte Stern hat etwa die Masse unserer Sonne, aber er ist wesentlich älter. Er ist schon an seinem Lebensende angekommen und hat sich zu einem Riesnestern aufgebläht: Er ist 45-mal so groß wie die Sonne. Rötlich leuchtet er, weil seine Oberflächentemperatur auf 3500 Grad
gesunken ist. Bis die Sonne so weit ist werden noch einige Milliarden Jahre vergehen. Rechts vom Halbmond steht der Mars, ein Planet, der um unsere Sonne kreist. Seine rötliche Farbe erhält er von der rostigen Oberfläche, die viel Eisenoxid enthält und deshalb hauptsächlich rotes Licht
reflektiert.

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Sternenhimmel im Januar 2021 (04.01.2021)
Das wichtigste astronomische Ereignis des Januars findet am Nachmittag des 14.1. zwischen 17 Uhr und 17.20 Uhr statt. Die gerade einen Tag alte sehr schmale Mondsichel ist tief im Südwesten zu sehen, rechts oberhalb von ihr steht der Planet Merkur und weiter rechts unterhalb findet man, vielleicht zum letzten Mal für viele Monate, den Gasplaneten Jupiter. Saturn, der in den letzten Monaten immer dicht bei Jupiter stand, ist schon untergegangen. Ein Fernglas kann beim Aufsuchen sehr hilfreich sein.

Im Januar wird der Sternenhimmel im Südosten durch die markanten Wintersternbilder geprägt. Am bekanntesten ist der Orion, der Himmelsjäger. Vier Sterne bilden den Körper des Jägers, Rigel steht am rechten Fuß und Beteigeuze ist der linke obere Schulterstern.

Beides sind Riesensterne, der Radius von Beteigeuze (Entfernung 530 Lichtjahre) liegt bei 500 Millionen km, das ganze innere Planetensystem hätte in ihr Platz. Rigel ist da bescheidener, er hat gerade 10% des Durchmessers von Beteigeuze, er würde aber immerhin noch an die Bahn des Planeten Merkur reichen. Auffällig sind die drei Gürtelsterne des Orion, deren Verbindungslinie nach links unten auf den hellsten Stern des Sternenhimmels, den Sirius im Sternbild „Großer Hund“, zeigt. Vor einem Jahr war Beteigeuze vorübergehend deutlich lichtschwächer. Sie hatte im Herbst 2019 eine Gas- und Staubwolke ausgestoßen und sich dadurch selbst für einige Monate abgedunkelt.

Unterhalb der Gürtelsterne bilden lichtschwache Sterne und ein wolkenartiges Gebilde das Schwertgehänge des Himmelsjägers. Das kleine Wölkchen erweist sich im Fernrohr als gigantische Gas- und Staubwolke, die von jungen Sternen (den sog. Trapezsternen im Zentrum der Wolke) angestrahlt und zum Leuchten gebracht wird.

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Sternenhimmel im Dezember (03.12.2020)
Schon seit Wochen sieht man abends nach Einbruch der Dunkelheit den hellen Jupiter und links oberhalb von ihm den etwas lichtschwächeren Saturn tief im Südwesten. Im Laufe des Dezembers kommen sie sich am Himmel immer näher. Am Abend des 21.12. stehen sie sich so nahe, dass sie für das freie Auge zu einem hellen Lichtfleck verschmelzen. Nur 0,1 Grad, also 20% der Vollmondscheibe,sind die beiden Planeten dann noch getrennt. Im Fernglas sieht man um Jupiter herum seine vier hellen Monde, oberhalb steht Saturn mit seinem Ring und dem helleren Mond Titan.

Vor 2027 Jahren war das auch so der Fall, und vermutlich war das die physikalische Vorlage für den Stern von Bethlehem. Ein besonders schöner Anblick bietet der Abend des 17.12.: Da sieht man die beiden Planeten noch getrennt, sehr dicht stehend, und links von ihnen die erst drei Tage alte schmale Mondsichel.

Leider findet dieses seltene Himmelsereignis sehr tief am Südwesthorizont statt. Man sollte schon während der Dämmerung gegen 17 Uhr nach den Planeten Ausschau halten, schon gegen 18.00 Uhr verschwinden sie hinter dem Horizont. Natürlich begegnen sich die beiden Planeten nicht wirklich. Saturn ist ungefähr doppelt so weit von der Erde entfernt wie Jupiter. Nur im Dezember sehen wir die Planeten in der gleichen Blickrichtung.

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Neue Homepage unseres Vorsitzenden (16.11.2020)
Der Vereinsvorsitzende KP Haupt hat ab sofort eine eigene Homepage, von der aus man nicht nur alle Beiträge aus dem Bereich der Astronomie und alle seine Vorträge erreicht, sondern auch zusätzlich weitere Meldungen aus dem Bereich Wissenschaft, Natur und Schule.

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Sternenhimmel im November (02.11.2020)
An den meisten Tagen im November kann man bei klarem Himmel 5 Planeten mit dem freien Auge sehen. Hinzu kommt noch Uranus als sechster Planet, falls man ein Fernglas zur Hand hat. Beginnen wir mit dem Abendhimmel unmittelbar nach Einsetzen der Dämmerung. Tief im SW steht der helle Jupiter und rechts oberhalb von ihm der Planet Saturn, nicht ganz so hell. In den nächsten Wochen wird sich Jupiter immer mehr dem Saturn am Himmel annähern und kurz vor
Weihnachten werden sie fast zu einem Weihnachtsstern verschmelzen.

Im Südosten taucht der sehr helle, rötlich leuchtende Mars auf. Während Jupiter und Saturn rasch untergehen, ist Mars bis in die frühen Morgenstunden zu sehen, er wandert hoch am Himmel Richtung Westen. Mit einem Fernglas kann man sogar Uranus sehen. Er steht mitten auf der Verbindungslinie zwischen
Mars und dem offenen Sternhaufen der Plejaden, dem Siebengestirn fast genau im Osten.

Da es morgens noch lange dunkel ist, sollten wir um den 10. bis 13. November gegen 6.30 Uhr entweder beim Frühstück oder auf dem Weg zur Arbeit mal nach Südosten an den Himmel sehen: Hell und noch hochstehend sieht man den Planeten Venus als Morgenstern. Da Venus sich am Himmel bewegt, kann man gut erkennen, wie sie von Monatsbeginn an sich immer mehr der Sonne nähert und dabei auf den Stern Spica in der Jungfrau zuläuft. Am 18.11. steht sie dann
auf gleicher Höhe links neben Spica und beendet langsam ihre Morgensichtbarkeit.

Übrigens kann man Spica auch leicht mit Hilfe des Sternbildes Großer Wagen finden: Man verlängert den Bogen der drei Deichselsterne, kommt zum rötlich leuchtenden Riesenstern Arkturus im Bootes und weiter zu Spica in der Jungfrau.

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Sternhimmel Oktober (08.10.2020)
Abends stehen im Osten vier sehr charakteristische Herbststernbilder: Die Sternenkette der Andromeda geht in das Herbstviereck des Pegasus über. Oberhalb der Andromeda steht das „Himmels-W“, die Cassiopeia. Links der Andromeda sieht man Perseus, ein auf dem Kopf stehendes „Y“. Die Nächte im Oktober werden aber vom roten Planeten Mars geprägt.

Die ganze Nacht über ist Mars als helles Himmelsobjekt sehr auffällig: abends geht Mars im Osten auf, steht nach Mitternacht hoch im Süden und geht dann morgens im Westen unter. Genau am 14.10. steht er im Sternbild Fische der Sonne genau gegenüber. Das nennt man dann die
Oppositionsstellung des Mars. Im Planetensystem stehen dann Sonne-Erde – Mars auf einer Linie. Etwa eine Woche vor seiner Opposition steht uns Mars mit 62,1 Millionen km so nahe wie lange zwischen 2005 und 2035 nicht mehr, nur im Juli 2018 war er etwas näher.

Mars ist nur halb so groß wie die Erde. Wegen der geringen Schwerkraft hat er seine Atmosphäre, die fast nur aus Kohlendioxyd besteht, weitgehend verloren. Sie ist nur noch extrem dünn, so wie auf der Erde die Luft in 35 km Höhe. Wir kennen die Marsoberfläche recht gut, da zahlreiche Raumsonden auf Mars gelandet sind. Mars ist ein Wüstenplanet, mit Kratern übersät. Viele erloschene Vulkane gibt es dort, der Olympus Mons ist mit 26 km Höhe der höchste Berg des Sonnensystems. Immer wieder gibt es Staubstürme, die weite Teile des Planeten überziehen und mit feinem rötlichem Staub bedecken. Sehr wahrscheinlich stammt die deutlich wahrnehmbare Rotfärbung von Eisenoxyd, also Rost, sie
könnte aber auch durch das Mineral Hämatit entstehen.

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Sternenhimmel im September (06.09.2020)
Wenn wir Mitte September abends an den Himmel sehen, erkennen wir drei Planeten hellleuchtend am Himmel: Im Südwesten steht der helle Jupiter, links daneben der nicht ganz so helle Saturn, beide kurz vor ihrem Untergang. Im Osten ist der hell leuchtende rötliche Mars aufgegangen. Die Sternbilder sind in dieser Richtung zurzeit etwas unscheinbar. Über Jupiter und Saturn steht Atair im Sternbild Adler. Weit über Mars finden wir die Sternenkette der Andromeda und rechts daneben das Herbstviereck im Sternbild Pegasus.

Die Sternbilder werden von den sog. Fixsternen gebildet. Die Bezeichnung deutet darauf hin, dass sie gemessen an der Lebensdauer der Menschen fix am Himmel stehen, sich also nicht bewegen. Planeten heißen auch „Wandelsterne“, obwohl sie keine Sterne, also keine selbstleuchtenden Himmelskörper sind. Unsere Planeten leuchten nur wie die Erde im Licht unserer Sonne. Aber sie wandeln, sie bewegen sich in Wochen und Monaten unter den Sternen am Himmel. Das liegt einmal daran, dass sie selbst um unsere Sonne kreisen. Mars braucht 1,9 Jahre, Jupiter 12 Jahre und Saturn 29 Jahre für einen Sonnenumlauf. Das ist einer der Gründe, weshalb man die Marsbewegung am Himmel innerhalb von Tagen, bei Jupiter in Wochen und bei Saturn erst in Monaten erkennen kann.

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Sternenhimmel im August (02.08.2020)
Für das bloße Auge bietet der Sternenhimmel Anfang August eigentlich ein grandioses Schauspiel, man kann den stärksten Sternschnuppenstrom des Jahres beobachten. Die Sternschnuppen scheinen alle aus einem Punkt (Radiant genannt) in der Nähe des Sternbildes Perseus zu kommen, deswegen spricht man von den Perseiden. Sie sind zwischen dem 11. und 14. August besonders häufig zu beobachten. Dann durchquert die Erde die Bahn des Kometen Swift-Tuttles, der die Sonne in 133 Jahren umkreist. Da er das letzte Mal 1992 in Erdnähe war, sind wir weit von der Quelle der Sternschnuppen entfernt, dieses Jahr trifft die Erde den Bereich des Kometenstaubes nur schlecht. Außerdem liegt das Maximum in den Tagesstunden am 12.8., wenn der Himmel richtig hell ist. Wenn man Glück hat und die Ratschläge im Kasten befolgt, kann man aber sicher noch ein Dutzend Sternschnuppen pro Stunde sehen.

Sternschnuppen sind die Leuchtspuren von winzigen, weniger als 1 cm großen, Staubteilchen aus unserem Planetensystem, die in großer Höhe in der Lufthülle der Erde verglühen. Das Nachleuchten der Luft sehen wir dann als „Stern“schnuppe. Pro Tag wächst die Masse der Erde um viele Tonnen, da ständig ein Staubregen aus dem Kosmos durch die Atmosphäre nach unten fällt. Die besonders zahlreichen, sehr kleinen Staubkörner (Mikrometeorite) erreichen ohne Leuchtspur den Erdboden, sie bilden auch einen Teil des Tiefseeschlamms.

Viele der Staubteilchen stammen aus den Kernen von Kometen, das sind etwa 15 km große Brocken aus Eis und Staub, vereiste Geröllhaufen, die die Urmaterie unseres Sonnensystems enthalten. In der Nähe der Sonne verdampft das Eis und reißt dabei auch Staubkörner mit, die sich längs der Kometenbahn ansammeln und dann alle auf zueinander parallelen Bahnen um unsere Sonne kreisen. Kreuzt nun die Erde eine solche Kometenbahn, dann fliegen wir durch die Wolke aus Staubteilchen hindurch und besonders viele Sternschnuppen können beobachtet werden

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Sternenhimmel im Juli (05.07.2020)
Unübersehbar steht Jupiter zurzeit als hellstes Objekt am Himmel. Am 14. Juli steht er der Sonne genau gegenüber, d.h. er geht bei Sonnenuntergang auf und ist die ganze Nacht im Sternbild Schütze zu beobachten. Leider steht er der Sonne gegenüber, d.h. er steht in einer Höhe über dem Horizont wie die Sonne Mitte Januar. Jupiter ist der größte Planet in unserem Sonnensystem (Durchmesser 143000 km oder 11 Erddurchmesser) und auch mit 318 Erdmassen der massereichste. Auch mit 63 Monden hält er einen Rekord. Die vier hellsten und größten Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto hat schon Galilei beobachtet, man kann sie sogar in einem Fernglas erkennen. Ein Blick auf Wolken und Wirbelstürme Wer Jupiter zum Beispiel in der Sternwarte auf dem SFN mit einem Fernrohr beobachtet, erkennt sofort die zahlreichen Wolkenbänder, die langgezogen parallel zum Äquator verlaufen, da sich Jupiter sehr schnell dreht: Ein Jupitertag dauert weniger als 10 Stunden. In den Wolken sieht man zahlreiche Wirbelstürme, der größte und bekannteste ist der „Große Rote Fleck“. Seit über 350 Jahren kann man ihn schon beobachten, er trotzt wegen seiner Größe (die Erde würde zweimal hinpassen) allen Klimaschwankungen auf Jupiter.

Der Riesenplanet besteht fast vollständig aus Gasen (etwa 90% Wasserstoff und knapp 10 % Helium), die mit zunehmender Tiefe flüssig und wegen des großen inneren Druckes in der Nähe des aus Eis und Gestein bestehenden Kernes sogar fest werden. Die Zusammensetzung Jupiters gleicht der des Sonnennebels, aus dem sich alle Planeten vor 4,5 Milliarden Jahren gebildet haben.
Im Zentrum hat er sich noch nicht richtig abgekühlt, vermutlich beträgt die Temperatur dort einige 10000 Grad. Und noch schrumpft Jupiter durch die eigene Schwerkraft um jährlich etwa 3 cm. Die dabei freigesetzte Wärme strahlt er ab und senkt seine Temperatur langsam weiter. Viele andere Sterne haben auch jupiterähnliche Planeten, da man solche Riesenplaneten gut auch in Sonnensystemen beobachten kann, die viele hundert Lichtjahre entfernt sind.

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