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Sternenhimmel im Juni

04.06.2020, 00:26, von KP Haupt

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Wer im Juni bei klarem Himmel die Sterne beobachten möchte, muss lange warten. Um 23.00 Uhr sieht man von Kassel aus das Frühlingssternbild Löwe über dem Herkules untergehen. Der hellste Stern ist der 78 Lichtjahre entfernte Regulus. Mit der dreifachen Masse der Sonne bringt er es bei 12 000 Grad auf die doppelte Außentemperatur. Mit 250 Millionen Jahren zählt er eher zu den jüngeren Sternen. Erst gegen 23.30 Uhr ist es dunkel genug, um im Südwesten links oberhalb vom Löwen die Jungfrau mit dem hellen Stern Spica zu sehen. Im Süden taucht dann dicht über dem Horizont der berühmte Stachel des Skorpions auf, dessen hellster Stern Antares gerade so über dem Horizont sichtbar ist. Der 600 Lichtjahre entfernte Antares ist ein Riesenstern, am Ende seines Lebens angekommen. Auch ein weiterer alter Riesenstern ist zu sehen, er steht rötlich leuchtend im Südwesten auf halber Höhe: Arkturus im Sternbild des Bootes. Später ind er Nacht folgen der sehr helle Jupiter und Saturn, der Ringplanet. Die Sommernächte sind kurz und hell und bieten wenig Gelegenheit zu ausführlichen Sternbeobachtungen. Aber immerhin, wir sehen auch jetzt Sterne, und das ist nicht selbstverständlich wie schon Johannes Kepler und der Bremer Arzt Heinrich Olbers erkannt haben. Kepler schrieb schon 1610 an Galilei, dass ein unendlich großes Universum zu einem „Himmelsgewölbe so hell wie die Sonne“ führen müsste.

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