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Sternhimmel im Feburar (04.02.2018)
Blicken wir zuerst an den Abendhimmel: Markant steht das Sternbild Orion, der Himmelsjäger, am Südhimmel. Es sind vier Sterne, die den Körper des Jägers markieren: Rigel steht am rechten Fuß und Beteigeuze ist der linke obere Schulterstern. Beides sind Riesensterne, der Radius von Beteigeuze (Entfernung 530 Lichtjahre) liegt bei 500 Millionen km, das ganze innere Planetensystem hätte in ihr Platz. Rigel ist da bescheidener, er hat gerade 10% des Durchmessers von Beteigeuze, er würde aber immerhin noch an die Bahn des Planeten Merkur reichen. Unterhalb des Orion steht der hellste Stern des Himmels, der Sirius im Sternbild Großer Hund. Er wird von einem Weißen Zwerg umkreist, den man aber nur in einem Fernrohr erkennen kann. Es ist der uns am nächsten stehende Weiße Zwerg (8,5 Lichtjahre entfernt), er wurde schon 1844 entdeckt. Ein Teelöffel seiner Materie hat eine Masse von mehreren Tonnen!

Ganz markant sind die drei Gürtelsterne des Orion, unterhalb von ihnen sieht man den berühmten Orionnebel als kleines Wölkchen. Diese gigantische Gas- und Staubwolke, eine Geburtsstätte von Sternen und Planeten, wird von jungen Sternen (den sog. Trapezsternen im Zentrum der Wolke) angestrahlt und zum Leuchten gebracht. Sie ist 1350 Lichtjahre entfernt und erstreckt sich über 30 Lichtjahre und ist nur ein kleiner Teil einer gigantischen Molekülwolke, die sich über das gesamte Orion-Sternbild ausdehnt. Zu ihr gehört auch der berühmte Pferdekopfnebel. Sie enthält über eine Millionen Sonnenmassen an Gas und Staub.

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Die Bewegungen von Sonne, Mars und Jupiter (07.01.2018)
Sehr schön lässt sich jetzt am Morgenhimmel vor Sonnenaufgang verfolgen, wie sich beide Planeten bewegen.

Durch die Erdbewegung um die Sonne wandert diese von Tag zu Tag weiter nach links am Himmel (Richtung Osten), die Tage werden länger und die Sonnenaufgänge immer früher. Da die Erde schneller als Mars (Umlaufszeit 1,8 Jahre) und Jupiter (Umlaufszeit 12 Jahre) ist, läuft die Sonne sozusagen den beiden Planeten davon. Diese stehen somit immer weiter westlich von der Sonne und gehen somit immer früher in der Nacht auf.

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Sternhimmel im Januar (02.01.2018)
Anfang Januar lohnt es sich beim Frühstück oder auf dem Weg zur Arbeit einen Blick zum morgendlichen Sternenhimmel zu werfen.
Jupiter, hellstes Objekt am Morgenhimmel, steht im Südosten, er wird in der ersten Januarwoche vom Mars überholt. Diese Bewegung kann man sehr schön von Tag zu Tag verfolgen, sofern das Wetter mitspielt: In den ersten Januartagen steht Mars sogar noch oberhalb des Sternes Zubenelgenubi im Sternbild Waage, den hat er am 4.1. überholt. Am frühen Morgen des 7.1. überholt Mars dann Jupiter und wenn man zum Frühstück hinschaut, steht er schon leicht unterhalb von Jupiter, nur noch 0°,2 (weniger als die Hälfte der Vollmondscheibe) von Jupiter entfernt. Danach wird er seinen Abstand zum Jupiter wieder deutlich vergrößern und immer weiter nach links unten wandern.
Aber auch Jupiter bewegt sich, nur sehr viel langsamer, ebenfalls nach links (Richtung Osten). Das kann man am Stern Zubenelgenubi gut erkennen, der natürlich fest am Himmel steht. Es ist ja ein Fixstern und kein Planet.

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Sternhimmel im Dezember (05.12.2017)
Seit Jahrtausenden versuchen Menschen den Aufbau des Kosmos zu erfassen und zu verstehen, welche Rolle der Mensch darin spielt.
Schon früh lernten wir, dass die Erde keine Scheibe sondern eine Kugel ist und dass nicht sie sondern die Sonne im Zentrum der Planetenbahnen steht.
Vor über 400 Jahren vermutete Giordano Bruno, dass die vielen Lichtpunkte am Himmel nicht nur Sonnen sind, sondern auch wie unsere Sonne von Planeten, also anderen Welten, umkreist werden. Er war damit seiner Zeit weit voraus. Leider wurde er wegen Ketzerei und Magie zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt.
Heute wissen wir, dass unsere Sonne ein normaler Stern unter 300 Milliarden Sternen allein in unserer Galaxis ist. Unsere Galaxis ist nur eine von vielleicht 400 Milliarden Galaxien, die es im Kosmos gibt. Diese Galaxien bilden Gruppen, Galaxienhaufen und Superhaufen, die ein riesiges kosmische Netzwerk aufbauen, dass bei der Entstehung des Kosmos vor knapp 14 Milliarden Jahren aus zufälligen Energieschwankungen entstanden ist und durch die Ausdehnung des Kosmos auf die heutige Größe aufgebläht wurde.
Wir haben aber nicht nur diese großräumige Struktur des Kosmos erkannt und vermessen, seit 25 Jahren konnten wir auch die zweite Vermutung von G. Bruno bestätigen: Wir gehen davon aus, das jeder Stern von Planeten umgeben ist. Tausende sogenannte Exoplaneten sind nachgewiesen und viele von ihnen sogar direkt untersucht worden.

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Sternenhimmel im November (01.11.2017)
Ausnahmsweise wollen wir in diesem Monat mal den morgendlichen Sternenhimmel beobachten. Da es morgens noch lange dunkel ist, werden wir Mitte November gegen 7.00 Uhr entweder beim Frühstück oder auf dem Weg zur Arbeit ein interessantes Himmelschauspiel sehen, vorausgesetzt der Himmel ist klar und wir können gut zum SO – Horizont sehen. Noch ist Venus am Morgenhimmel hell als „Morgenstern“ vor Sonnenaufgang zu sehen. Allerdings ist Venus kein Stern, sondern ein Planet, der wegen der sehr dichten Lufthülle das Sonnenlicht besonders gut reflektiert und uns deshalb so hell erscheint. Mitte November steht der auch recht helle Gasplanet Jupiter oberhalb von Venus. Folgt man der Verbindungslinie von Venus und Jupiter nach rechts oben kommt erst Spica, der hellste Stern im Sternbild Jungfrau und dann der rötlich leuchtende Wüstenplanet Mars. Zwischen dem 14.11. und dem 17.11. kann man beobachten, wie der Mond mit immer schmaler werdender Sichel an dieser Planetenkette vorbeizieht: Am 14.11. steht er morgens noch rechts oberhalb von Mars, am 15.11. dann links neben Mars, am 16.11. links neben Spica und einen Tag später ist er als extrem schmale Sichel neben Jupiter und Venus angekommen. Ein Tag später, am 18.11., steht der Mond dann neben der Sonne, es ist Neumond.

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Sternenhimmel im Oktober (01.10.2017)
Markant steht gegen 21.00 Uhr im Oktober das „Himmels – W“, die Cassiopeia über dem Osthorizont. Die fünf hellen Sterne des Herbststernbildes formen den Buchstaben „W“.
Unterhalb der Cassiopeia steht ein auf dem Kopf stehendes „Y“, das Sternbild Perseus, mit Algol, dem 93 Lichtjahre entfernten Teufelsstern. Er wird so bezeichnet, da er seine Helligkeit in kurzer Zeit verändert. Für unsere Vorfahren war das „Teufelszeug“, heute kennen wir den wahren Grund: Algol wird von einem lichtschwachen Begleitstern umkreist, der von uns aus gesehen vor ihm vorbeizieht und dabei einen Teil des Lichtes nicht zu uns gelangen lässt. Diese Abschwächung tritt alle 2 Tage und knapp 21 Stunden auf und kann innerhalb von 5 Stunden deutlich mit dem bloßen Auge wahrgenommen werden. Am 21.10. kann man zwischen 20.00 Uhr und 1.00 Uhr den Helligkeitsabfall gut beobachten.

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Sternenhimmel im September (04.09.2017)
Abschied vom/am Saturn
Wenn wir abends gegen 21 Uhr nach Südwesten blicken, sehen wir hoch am Himmel den hellsten Stern des Sommerhimmels, Wega im Sternbild Leier. Tief im Westen steht der rötlich leuchtende Arkturus im Bootes. Verbindet man beide Sterne durch eine gedachte Linie, so läuft diese durch das Viereck des Sternbildes Herkules. Links unterhalb von Wega steht Atair im Adler. Weit unter Wega, dicht am Horizont finden wir den Ringplaneten Saturn. Er wird in den nächsten Stunden untergehen und seine Sichtbarkeit am Abendhimmel beenden. Während wir Saturn zum letzten Mal für die kommenden Monate am Abendhimmel sehen, verabschiedet sich die wohl erfolgreichste Raumsonde Cassini, die noch um Saturn kreist. Vor fast genau 20 Jahren wurde sie auf ihre 3,5 Milliarden km lange Reise zum Saturn geschickt. Um Schwung zu holen umkreiste sie erst zweimal die Venus, flog dann an der Erde und am Jupiter vorbei (Dezember 2000) und erreichte Ende 2004 Saturn. Weihnachten 2004 trennte sich eine kleine Sonde, Huygens, von Cassini und landete schließlich Mitte Januar 2005 auf dem großen Saturnmond Titan. Über eine Stunde konnten wir Bilder vom Flug durch die Wolken des Titan empfangen und schließlich Bilder von der Oberfläche: Berge und Dünen aus Methaneis und Seen aus flüssigem Methan.

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Sternhimmel im August (01.08.2017)
Für das bloße Auge bietet der Sternenhimmel Anfang August ein grandioses Schauspiel, man kann den stärksten Sternschnuppenstrom des Jahres beobachten. Die Sternschnuppen scheinen alle aus einem Punkt (Radiant genannt) in der Nähe des Sternbildes Perseus zu kommen, deswegen spricht man von den Perseiden.
Die Entstehung des Radianten, aus dem heraus die Sternschnuppen zu fliegen scheinen, kann man sich leicht an einer Autofahrt durch fallenden Schnee klar machen: auch die Schneeflocken scheinen von vorne aus einem Punkt heraus zu kommen. Und natürlich sieht man mehr Schneeflocken in Fahrtrichtung als aus dem Rückfenster.
In Fahrtrichtung der Erde blicken wir nach 1.00 Uhr nachts, die Anzahl der Sternschnuppen ist dann deutlich größer, aber dieses Jahr stört der fast volle Mond die Sichtbarkeit:
Die Perseiden sind zwischen dem 9. und 15. August gut zu beobachten, besonders häufig in den Nächten vom 11. auf den 12. sowie vom 12. auf den 13. August.
Der Radiant im Perseus steht nach Mitternacht ausreichend hoch, aber leider stört genau dann der noch fast volle Mond, dessen Licht die meisten Sternschnuppen überstrahlen wird. Am 14.8. geht der Mond spät genug auf, er stört nicht mehr, aber die Aktivität der Perseiden hat schon abgenommen.

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Sternenhimmel im Juli (03.07.2017)
Blickt man nach Südosten, so sieht man im Juli schon in der Dämmerung die hellen Sterne Wega (Sternbild Leier), Deneb (Sternbild Schwan) und Atair (Sternbild Adler). Diese drei Sterne bilden das sogenannte „Sommerdreieck“. Dabei steht Atair an der nach unten ragenden Spitze des Dreiecks.
Atair (oder auch Altair genannt) ist nur 16 Lichtjahre von uns entfernt, ein etwas größerer und massereicherer Stern als unsere Sonne, aber mit einem Alter von unter 1 Milliarde Jahren deutlich jünger. Neueste Messungen zeigen, dass er sich sehr schnell um seine eigene Achse dreht: weniger als 10 Stunden benötigt er für eine Drehung. Die deutlich kleinere Sonne lässt sich über 25 Tage für eine Drehung Zeit. Deshalb zeigt Atair auch eine starke Abplattung, also eine Abweichung von der Kugelform.
Wega ist in vielfacher Hinsicht Atair ähnlich, sie hat nicht mehr als die doppelte Sonnenmasse und auch den doppelten Durchmesser, auch sie gehört mit 500 Millionen Jahren zu den jüngeren Sternen am Nachthimmel. Mit 26 Lichtjahren ist sie wie Atair auch eine unserer nächsten Nachbarn im Kosmos. Wega benötigt für eine Drehung 12 Stunden, auch sie ist deutlich abgeplattet. Zufälligerweise sehen wir auf einen der Pole von Wega, die wegen der größeren Nähe zum Zentrum des Sternes deutlich heißer als die Äquatorregion sind. Deshalb leuchtet Wega als weißer Stern mit einer Temperatur von 10000 Grad, würden wir sie von der Äquatorseite her sehen, erschiene sie uns nicht so hell und deutlich gelblicher.

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Bericht vom Schülerkongress (26.06.2017)
Von einem eigenen großen Planetarium über die Apollo 13 Kapsel bis hin zu der Ausstellung des bekannten Astrofotographen Sebastian Voltmer und unserem Marsrover auf einer großen Marslandschaft gab es viel Spektakuläres zu bestaunen. Aber auch die zahlreichen Workshops und Vorträge bis in die Nachtstunden hinein boten ein vielfältiges Spektrum aller MINT – Bereiche.
Weit über 2500 Voranmeldungen und viele spontane Besucher zeigten das große Interesse.
Ein weiteres Highlight war die Verkündung einer für viele Jahre geplanten Kooperation mit der Schule Nr. 17 in Nowy Urengoi, die als forschende Schule unserer Arbeit im SFN sehr nahe kommt.

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