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Sternenhimmel im April 2018 (09.04.2018)
Blickt man abends an den westlichen Sternenhimmel, so sieht man das bekannte Wintersternbild Orion beim Untergang. Neben ihm steht der rötlich leuchtende alte Riesenstern Aldebaran im Stier. Weiter rechts sieht man eine kleine Gruppe von jungen Sternen, das Siebengestirn oder die Plejaden. Diese Sterne sind erst vor etwa einer Millionen Jahren aus eine Gas- und Staubwolke entstanden.

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Teile der chinesischen Raumstation Tiangong 1 verglühen über Kassel (01.04.2018)
Im Jahr 2011 startete China ein Orbitalmodul, das über 10 Meter lang und einen Durchmesser von über 3 Meter aufweist. In den Jahren 2012 und 2013 wurde es drei Mal von bemannten Raumschiffen besucht , inklusive der ersten Chinesin, die ins All reiste. 2016 wurde das Modul offiziell aufgegeben und wenig später geriet es ausser Kontrolle - somit war ein geplanter, gesteuerter Wiedereintritt nicht mehr möglich.

Auftreffen auf Rammelsberg-Plateau am 1. April gegen 18 Uhr erwartet!

Gemäss verschiedenen Berechnungen soll der 8500 kg messende Weltraumschrott an Ostern in die Erdatmosphäre eindringen und teilweise verglühen. Ziemlich sicher wird ein Teil davon innerhalb eines Bandes um den Äquator von 43°Nord und 43° Süd auf die Erde stürzen. Fantastisch dürfte die Beobachtung sein, wenn der Satellit während möglicherweise bis zu 20Minuten eine Leuchtspur - beziehungsweise wegen dem Auseinanderbrechen mehrere Leuchtspuren - hinterlassen wird.

Es ist praktisch auch wenige Stunden vor dem Wiedereintritt nicht möglich,den Absturzort vorauszusagen, da sich der Satellit innerhalb der Fehlerschranken noch Tausende von Kilometer bewegen kann. Der wahrscheinlichste Zeitpunkt pendelte sich in den letzten Tagen zwischen Ostersonntagvormittag und Ostermontagnachmittag ein.

Nun hat sich aber durch die Vibrationen in der Hochatmosphäre ein Abfallbehälter-Modul von der Station gelöst und kreist seit Samstag 22 Uhr auf einer stärker nach Norden reichenden Bahn.

Den Vorausberechnungen nach wird dieser Teil am So, 1.4. gegen 18.00 Uhr über Kassel verglühen.

Teile des Edelstahl-Behälters könnten dabei auch die Erdoberfläche erreichen. Erwartet wird ein möglicher Einschlag um 18.03 Uhr nahe des Rammelsberg-Plateaus (gegenüber vom Kleintier-Zoo) in Kassel-Harleshausen.

Wer das live erleben möchte: Bitte Kopfschutz (Fahrradhelm, Bauhelm etc.) mitbringen!!!

Die chinesische Raumfahrtbehörde dementiert bis zum Schluss, dass es sich um einen gefüllten Fäkalienbehälter handelt.

Sicherheitshalber wird empfohlen ein Desinfektionsmittel, wie Sagrotan-Spray, mitzubringen! [mehr]

Video: Iridium Flare (30.03.2018)
Unser Mitglied Jonas Plum hat folgendes Video von einem Iridium-Flare gemacht:
astronomie-kassel.de/videos/20180329_Iridium%2021%20Flare.mp4
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Video: Aldebaran-Bedeckung (12.03.2018)
Die Bedeckung des Sterns Aldebaran durch den Mond fand am 23. Februar 2018 statt. Es ist die letzte von Mitteleuropa aus sichtbare Bedeckung für die nächsten Jahre. Ein- als auch Austritt des Sterns sind wurden frühen Abend beobachtet.

Das folgende Video können sie sich anschauen:
astronomie-kassel.de/videos/20180312_aldebaran_bedeckung.mp4 [mehr]

Sternhimmel im März (05.03.2018)
Im März prägen noch die Wintersternbilder den Abendhimmel. Die sechs hellsten Sterne bilden das sogenannte Winter-Sechseck, das noch Mitte März gegen 20.00 Uhr gut im Südwesten zu sehen ist. Rigel (Sternbild Orion), Aldebaran (das Auge des Stieres), Capella im Fuhrmann, Pollux (einer der beiden Zwillinge), Procyon im kleinen und Sirius im großen Hund markieren die Ecken.

Rigel steht am rechten Fuß des Orions und Beteigeuze ist der linke obere Schulterstern des Himmelsjägers. Beides sind Riesensterne, der Radius von Beteigeuze (Entfernung 530 Lichtjahre) liegt bei 500 Millionen km, das ganze innere Planetensystem hätte in ihr Platz. Rigel ist da bescheidener, er hat gerade 10% des Durchmessers von Beteigeuze, er würde aber immerhin noch an die Bahn des Planeten Merkur reichen. Ganz markant sind die drei Gürtelsterne des Orion, unterhalb von ihnen sieht man zumindest im Fernglas den berühmten Orionnebel als kleines Wölkchen. Diese gigantische Gas- und Staubwolke, eine Geburtsstätte von Sternen und Planeten, wird von jungen Sternen (den sog. Trapezsternen im Zentrum der Wolke) angestrahlt und zum Leuchten gebracht. Sie ist 1350 Lichtjahre entfernt und erstreckt sich über 30 Lichtjahre und ist nur ein kleiner Teil einer gigantischen Molekülwolke, die sich über das gesamte Orion-Sternbild ausdehnt.

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Sternhimmel im Feburar (04.02.2018)
Blicken wir zuerst an den Abendhimmel: Markant steht das Sternbild Orion, der Himmelsjäger, am Südhimmel. Es sind vier Sterne, die den Körper des Jägers markieren: Rigel steht am rechten Fuß und Beteigeuze ist der linke obere Schulterstern. Beides sind Riesensterne, der Radius von Beteigeuze (Entfernung 530 Lichtjahre) liegt bei 500 Millionen km, das ganze innere Planetensystem hätte in ihr Platz. Rigel ist da bescheidener, er hat gerade 10% des Durchmessers von Beteigeuze, er würde aber immerhin noch an die Bahn des Planeten Merkur reichen. Unterhalb des Orion steht der hellste Stern des Himmels, der Sirius im Sternbild Großer Hund. Er wird von einem Weißen Zwerg umkreist, den man aber nur in einem Fernrohr erkennen kann. Es ist der uns am nächsten stehende Weiße Zwerg (8,5 Lichtjahre entfernt), er wurde schon 1844 entdeckt. Ein Teelöffel seiner Materie hat eine Masse von mehreren Tonnen!

Ganz markant sind die drei Gürtelsterne des Orion, unterhalb von ihnen sieht man den berühmten Orionnebel als kleines Wölkchen. Diese gigantische Gas- und Staubwolke, eine Geburtsstätte von Sternen und Planeten, wird von jungen Sternen (den sog. Trapezsternen im Zentrum der Wolke) angestrahlt und zum Leuchten gebracht. Sie ist 1350 Lichtjahre entfernt und erstreckt sich über 30 Lichtjahre und ist nur ein kleiner Teil einer gigantischen Molekülwolke, die sich über das gesamte Orion-Sternbild ausdehnt. Zu ihr gehört auch der berühmte Pferdekopfnebel. Sie enthält über eine Millionen Sonnenmassen an Gas und Staub.

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Die Bewegungen von Sonne, Mars und Jupiter (07.01.2018)
Sehr schön lässt sich jetzt am Morgenhimmel vor Sonnenaufgang verfolgen, wie sich beide Planeten bewegen.

Durch die Erdbewegung um die Sonne wandert diese von Tag zu Tag weiter nach links am Himmel (Richtung Osten), die Tage werden länger und die Sonnenaufgänge immer früher. Da die Erde schneller als Mars (Umlaufszeit 1,8 Jahre) und Jupiter (Umlaufszeit 12 Jahre) ist, läuft die Sonne sozusagen den beiden Planeten davon. Diese stehen somit immer weiter westlich von der Sonne und gehen somit immer früher in der Nacht auf.

(In der PDF-Datei im Anhang oder der Astronomie-App weiterlesen) [mehr]

Sternhimmel im Januar (02.01.2018)
Anfang Januar lohnt es sich beim Frühstück oder auf dem Weg zur Arbeit einen Blick zum morgendlichen Sternenhimmel zu werfen.
Jupiter, hellstes Objekt am Morgenhimmel, steht im Südosten, er wird in der ersten Januarwoche vom Mars überholt. Diese Bewegung kann man sehr schön von Tag zu Tag verfolgen, sofern das Wetter mitspielt: In den ersten Januartagen steht Mars sogar noch oberhalb des Sternes Zubenelgenubi im Sternbild Waage, den hat er am 4.1. überholt. Am frühen Morgen des 7.1. überholt Mars dann Jupiter und wenn man zum Frühstück hinschaut, steht er schon leicht unterhalb von Jupiter, nur noch 0°,2 (weniger als die Hälfte der Vollmondscheibe) von Jupiter entfernt. Danach wird er seinen Abstand zum Jupiter wieder deutlich vergrößern und immer weiter nach links unten wandern.
Aber auch Jupiter bewegt sich, nur sehr viel langsamer, ebenfalls nach links (Richtung Osten). Das kann man am Stern Zubenelgenubi gut erkennen, der natürlich fest am Himmel steht. Es ist ja ein Fixstern und kein Planet.

In der angefügten PDF-Datei weiterlesen! [mehr]

Sternhimmel im Dezember (05.12.2017)
Seit Jahrtausenden versuchen Menschen den Aufbau des Kosmos zu erfassen und zu verstehen, welche Rolle der Mensch darin spielt.
Schon früh lernten wir, dass die Erde keine Scheibe sondern eine Kugel ist und dass nicht sie sondern die Sonne im Zentrum der Planetenbahnen steht.
Vor über 400 Jahren vermutete Giordano Bruno, dass die vielen Lichtpunkte am Himmel nicht nur Sonnen sind, sondern auch wie unsere Sonne von Planeten, also anderen Welten, umkreist werden. Er war damit seiner Zeit weit voraus. Leider wurde er wegen Ketzerei und Magie zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt.
Heute wissen wir, dass unsere Sonne ein normaler Stern unter 300 Milliarden Sternen allein in unserer Galaxis ist. Unsere Galaxis ist nur eine von vielleicht 400 Milliarden Galaxien, die es im Kosmos gibt. Diese Galaxien bilden Gruppen, Galaxienhaufen und Superhaufen, die ein riesiges kosmische Netzwerk aufbauen, dass bei der Entstehung des Kosmos vor knapp 14 Milliarden Jahren aus zufälligen Energieschwankungen entstanden ist und durch die Ausdehnung des Kosmos auf die heutige Größe aufgebläht wurde.
Wir haben aber nicht nur diese großräumige Struktur des Kosmos erkannt und vermessen, seit 25 Jahren konnten wir auch die zweite Vermutung von G. Bruno bestätigen: Wir gehen davon aus, das jeder Stern von Planeten umgeben ist. Tausende sogenannte Exoplaneten sind nachgewiesen und viele von ihnen sogar direkt untersucht worden.

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Sternenhimmel im November (01.11.2017)
Ausnahmsweise wollen wir in diesem Monat mal den morgendlichen Sternenhimmel beobachten. Da es morgens noch lange dunkel ist, werden wir Mitte November gegen 7.00 Uhr entweder beim Frühstück oder auf dem Weg zur Arbeit ein interessantes Himmelschauspiel sehen, vorausgesetzt der Himmel ist klar und wir können gut zum SO – Horizont sehen. Noch ist Venus am Morgenhimmel hell als „Morgenstern“ vor Sonnenaufgang zu sehen. Allerdings ist Venus kein Stern, sondern ein Planet, der wegen der sehr dichten Lufthülle das Sonnenlicht besonders gut reflektiert und uns deshalb so hell erscheint. Mitte November steht der auch recht helle Gasplanet Jupiter oberhalb von Venus. Folgt man der Verbindungslinie von Venus und Jupiter nach rechts oben kommt erst Spica, der hellste Stern im Sternbild Jungfrau und dann der rötlich leuchtende Wüstenplanet Mars. Zwischen dem 14.11. und dem 17.11. kann man beobachten, wie der Mond mit immer schmaler werdender Sichel an dieser Planetenkette vorbeizieht: Am 14.11. steht er morgens noch rechts oberhalb von Mars, am 15.11. dann links neben Mars, am 16.11. links neben Spica und einen Tag später ist er als extrem schmale Sichel neben Jupiter und Venus angekommen. Ein Tag später, am 18.11., steht der Mond dann neben der Sonne, es ist Neumond.

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