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Sternhimmel im August (01.08.2017)
Für das bloße Auge bietet der Sternenhimmel Anfang August ein grandioses Schauspiel, man kann den stärksten Sternschnuppenstrom des Jahres beobachten. Die Sternschnuppen scheinen alle aus einem Punkt (Radiant genannt) in der Nähe des Sternbildes Perseus zu kommen, deswegen spricht man von den Perseiden.
Die Entstehung des Radianten, aus dem heraus die Sternschnuppen zu fliegen scheinen, kann man sich leicht an einer Autofahrt durch fallenden Schnee klar machen: auch die Schneeflocken scheinen von vorne aus einem Punkt heraus zu kommen. Und natürlich sieht man mehr Schneeflocken in Fahrtrichtung als aus dem Rückfenster.
In Fahrtrichtung der Erde blicken wir nach 1.00 Uhr nachts, die Anzahl der Sternschnuppen ist dann deutlich größer, aber dieses Jahr stört der fast volle Mond die Sichtbarkeit:
Die Perseiden sind zwischen dem 9. und 15. August gut zu beobachten, besonders häufig in den Nächten vom 11. auf den 12. sowie vom 12. auf den 13. August.
Der Radiant im Perseus steht nach Mitternacht ausreichend hoch, aber leider stört genau dann der noch fast volle Mond, dessen Licht die meisten Sternschnuppen überstrahlen wird. Am 14.8. geht der Mond spät genug auf, er stört nicht mehr, aber die Aktivität der Perseiden hat schon abgenommen.

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Sternenhimmel im Juli (03.07.2017)
Blickt man nach Südosten, so sieht man im Juli schon in der Dämmerung die hellen Sterne Wega (Sternbild Leier), Deneb (Sternbild Schwan) und Atair (Sternbild Adler). Diese drei Sterne bilden das sogenannte „Sommerdreieck“. Dabei steht Atair an der nach unten ragenden Spitze des Dreiecks.
Atair (oder auch Altair genannt) ist nur 16 Lichtjahre von uns entfernt, ein etwas größerer und massereicherer Stern als unsere Sonne, aber mit einem Alter von unter 1 Milliarde Jahren deutlich jünger. Neueste Messungen zeigen, dass er sich sehr schnell um seine eigene Achse dreht: weniger als 10 Stunden benötigt er für eine Drehung. Die deutlich kleinere Sonne lässt sich über 25 Tage für eine Drehung Zeit. Deshalb zeigt Atair auch eine starke Abplattung, also eine Abweichung von der Kugelform.
Wega ist in vielfacher Hinsicht Atair ähnlich, sie hat nicht mehr als die doppelte Sonnenmasse und auch den doppelten Durchmesser, auch sie gehört mit 500 Millionen Jahren zu den jüngeren Sternen am Nachthimmel. Mit 26 Lichtjahren ist sie wie Atair auch eine unserer nächsten Nachbarn im Kosmos. Wega benötigt für eine Drehung 12 Stunden, auch sie ist deutlich abgeplattet. Zufälligerweise sehen wir auf einen der Pole von Wega, die wegen der größeren Nähe zum Zentrum des Sternes deutlich heißer als die Äquatorregion sind. Deshalb leuchtet Wega als weißer Stern mit einer Temperatur von 10000 Grad, würden wir sie von der Äquatorseite her sehen, erschiene sie uns nicht so hell und deutlich gelblicher.

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Bericht vom Schülerkongress (26.06.2017)
Von einem eigenen großen Planetarium über die Apollo 13 Kapsel bis hin zu der Ausstellung des bekannten Astrofotographen Sebastian Voltmer und unserem Marsrover auf einer großen Marslandschaft gab es viel Spektakuläres zu bestaunen. Aber auch die zahlreichen Workshops und Vorträge bis in die Nachtstunden hinein boten ein vielfältiges Spektrum aller MINT – Bereiche.
Weit über 2500 Voranmeldungen und viele spontane Besucher zeigten das große Interesse.
Ein weiteres Highlight war die Verkündung einer für viele Jahre geplanten Kooperation mit der Schule Nr. 17 in Nowy Urengoi, die als forschende Schule unserer Arbeit im SFN sehr nahe kommt.

Weiterlesen mit vielen Fotos in der angehängten PDF-Datei [mehr]

Einladung zum Mint-Schülerkongress (05.06.2017)
Am Ende eines jeden Schuljahres veranstalten wir einen MINTSchülerkongress, zu dem wir Schüler und auch Erwachsene aus ganz Nordhessen einladen. Wir wollen Ihnen die Bedeutung von MINT und die Ergebnisse der einjährigen Forschungsarbeit der Schüler des SFN zeigen.
Der diesjährige Schülerkongress steht unter dem Motto „Von der Erde bis zu den Sternen“ und legt seinen Schwerpunkt auf die Astro- und Geophysik, aber natürlich werden auch alle anderen MINT-Bereiche vertreten sein.
Neben Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden, wird dieses Jahr auch eine ganz besondere Ausstellung zu besuchen sein:
- Apollo13 Kapsel aus dem gleichnamigen Film
- Planetarium mit Vortrag & Show
- Marslandschaft mit interaktivem Marsrover (Projekt des SFN)
- Astronomie-Fotoausstellung des weltbekannten Astrofotografen Sebastian Voltmer
- Planeten und Co. zum Anfassen
- Show der Physikusse

Details in der angefügten PDF-Datei [mehr]

Sternenhimmel im Juni (05.06.2017)
Saturn – Der Herr der Ringe

Schon in der Abenddämmerung sieht man den Gasplaneten Jupiter hell leuchtend im Südwesten. Erst weit nach 22.00 Uhr wird es dunkel genug um auch die Sternbilder zu erkennen.
Zuerst fällt der rötlich leuchtende Stern Arkturus im Bootes auf, der über Jupiter steht. Jupiter steht im Sternbild Jungfrau mit dem hellsten Stern Spica, den man leicht findet, wenn man den Bogen der Deichsel des hochstehenden Großen Wagens über Arkturus im Bootes hinaus verlängert. Zurzeit steht Spica links unterhalb vom Jupiter.
Weiter im Osten ist gerade Saturn aufgestanden. Er steht am 15.6. der Sonne am Himmel genau gegenüber, d.h. er ist die ganze Nacht über, wenn auch nicht sonderlich hoch, am Himmel zu sehen.
In dieser Oppositionsstellung zur Sonne gleicht seine Sichtbarkeit in der Nacht dem Tageslauf der Sonne am kürzesten Tag des Jahres Ende Dezember. Weiterlesen in der angefügten PDF-Datei [mehr]

Sternhimmel im Mai (01.05.2017)
Die Tage werden länger und wir müssen bis 22.00 Uhr warten bis auch lichtschwächere Sterne sichtbar sind. Aber schon in der Dämmerung findet man leicht hoch über dem Osthorizont den Großen Wagen, dessen geschwungene Deichsel auf den alten Riesenstern Arkturus im Bootes und weiter zur Spica in der Jungfrau zeigt. Über Spica steht der Gasplanet Jupiter, der weiterhin die ganze Nacht zu beobachten ist.

Jupiter ist ein Planet, er leuchtet im Licht unserer Sonne. Sterne wie Spica sind dagegen eigene Sonnen, die selbst Licht freisetzen, aber so weit entfernt sind, dass wir sie nur als Lichtpunkte am Himmel sehen können.

Weiterlesen im Anhang (PDF-Datei) [mehr]

Sternhimmel im April (05.04.2017)
Im April ist unser größter Planet, der Gasriese Jupiter, die ganze Nacht über hoch am Himmel zu sehen. Dieser Gasplanet steht zurzeit abends im Osten im Sternbild Jungfrau. Direkt unter ihm sieht man
deutlich lichtschwächer den hellsten Stern Spica des Sternbildes Jungfrau. Rechts oberhalb vom Jupiter sieht man den Löwen mit dem hellen Stern Regulus. Links oberhalb vom Jupiter steht der Bootes mit dem rötlich leuchtenden Arktur. - In der PDF Datei im Anhang weiterlesen. [mehr]

Neu: Handy-App für den Sternenhimmel über Kassel (21.03.2017)
Nun kann man sich auch mit dem Smartphone über aktuelle astronomische Ereignisse und Termine in und über Nordhessen informieren:

In der kostenlosen Astronomie Kassel App erhalten Sie Informationen zu:

-Aktuelle astronomische Ereignisse am Himmel über Kassel und Umgebung
- Immer mal wieder einen atuellen Blick durch eines usnerer Fernrohre oder auf die Sternwarten-Plattform
-Veranstaltungen zu naturwissenschaftlichen, insbesondere astronomischen Themen im SFN und bei Partnern
-Neuen Forschungsergebnissen aus der Astronomie und Physik
-Ergebnisse und Beschreibungen astronomischer Projekte im SFN
und bald noch einiges mehr

Alle Neuigkeiten in Kurzform, gegebenenfalls mit Links und Bildern,

so erhalten Sie alle interessanten Neuigkeiten direkt auf ihr Smartphone oder Tablet:

starsapp.sfn-kassel.de

Diese App ist ein Kooperationsprojekt zwischen:

Schülerforschungszentrum Nordhessen SFN der Universität Kassel
Astronomischer Arbeitskreis Kassel (AAK) e.V.
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine HNA [mehr]

Sternhimmel im März (08.03.2017)
Auch am abendlichen Sternenhimmel vollzieht sich im März der Wechsel der Jahreszeiten.
Wir blicken Mitte März gegen 22 Uhr an den Sternenhimmel.
Dicht am Südwesthorizont steht der helle Winterstern Sirius, rechts von ihm, also westlicher, prägen
die anderen Wintersternbilder den Anblick des Himmels: das Sternbild Orion mit dem Schulterstern
Beteigeuze, dem rechten Fußstern Rigel und den markanten drei Gürtelsternen dazwischen. Westlich
vom Orion steht der rötlich leuchtende Aldebaran im Stier.
Der Osthimmel dagegen wird nun am späten Abend von den Frühlingssternbildern geprägt:
Beginnen wir unsere Reise unter dem Frühlingshimmel mit dem Sternbild Großer Wagen, das jetzt am
Frühlingsanfang hoch im Osten steht. Es fällt durch den charakteristischen Wagenkasten auf, an den
die Deichsel, ein flaches Sternendreieck, anschließt. Der Große Wagen ist eigentlich nur ein Teil des
Sternbildes Großer Bär, das aber wegen der lichtschwachen Sterne nicht so auffällig ist.
Mit Hilfe des Wagenkastens kann man die Nordrichtung und damit den Polarstern finden:
Dazu verlängert man die Verbindungslinie der hinteren beiden Kastensterne etwa um das Fünffache
nach oben, dann trifft man auf den am Ende der Deichsel des Kleinen Wagens stehenden Polarstern.
Unter ihm ist dann der Nordpunkt des Horizontes.
Verlängert man die Verbindungslinie der hinteren beiden Kastensterne des Großen Wagens dagegen
nach unten, so zeigt sie auf den 78 Lichtjahren entfernten hellsten Stern im Frühlingssternbild Löwe,
den Regulus.
Zwei weitere Frühlingssternbilder findet man mit Hilfe der Deichsel des Großen Wagens. Sie beschreibt
einen Bogen, der zum alten Riesenstern Arkturus im Sternbild Bootes führt und weiter zur Spica im
Sternbild Jungfrau, die gegen 22 Uhr gerade aufgegangen ist.

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Sternhimmel im Januar (02.02.2017)
Im Februar sieht man die wichtigsten Wintersternbilder schon früh am Abend: Markant steht das Sternbild Orion, der Himmelsjäger, am Südhimmel. Es sind vier Sterne, die den Körper des Jägers markieren: Rigel steht am rechten Fuß und Beteigeuze ist der linke obere Schulterstern. Beides sind Riesensterne, der Radius von Beteigeuze (Entfernung 530 Lichtjahre) liegt bei 500 Millionen km, das ganze innere Planetensystem hätte in ihr Platz. Rigel ist da bescheidener, er hat gerade 10% des Durchmessers von Beteigeuze, er würde aber immerhin noch an die Bahn des Planeten Merkur reichen. Unterhalb des Orion steht der hellste Stern des Himmels, der Sirius. Er wird von einem Weißen Zwerg umkreist, den man aber nur in einem Fernrohr erkennen kann. Es ist der uns am nächsten stehende Weiße Zwerg (8,5 Lichtjahre entfernt), er wurde schon 1844 entdeckt. Ein Teelöffel seiner Materie hat eine Masse von mehreren Tonnen! => in der angehängten PDF Datei weiterlesen! [mehr]
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