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Sternenhimmel im März (10.03.2019)
Auch am abendlichen Sternenhimmel vollzieht sich im März der Wechsel der Jahreszeiten: Noch sieht man nach Sonnenuntergang den hellen Winterstern Sirius im Süden, rechts von ihm, also westlich, prägen die anderen Wintersternbilder den Anblick des Himmels: das Sternbild Orion mit dem Schulterstern Beteigeuze, dem rechten Fußstern Rigel und den markanten drei Gürtelsternen dazwischen. Westlich davon steht der rötlich leuchtende Aldebaran im Stier. Oberhalb vom Stier steht das Fünfeck des Fuhrmanns mit dem hellen Stern Capella.

Der Osthimmel aber wird nun abends von den Frühlingssternbildern geprägt: Beginnen wir unsere Reise unter dem Frühlingshimmel mit dem Sternbild Großer Wagen, das jetzt am Frühlingsanfang hoch im Osten steht. Es fällt durch den charakteristischen Wagenkasten auf, an den die Deichsel, ein flaches Sternendreieck, anschließt. Der Große Wagen ist eigentlich nur ein Teil des Sternbildes Großer Bär, das aber wegen der lichtschwachen Sterne nicht so auffällig ist. Mit Hilfe des Wagenkastens kann man die Nordrichtung und damit den Polarstern finden: Dazu verlängert man die Verbindungslinie der hinteren beiden Kastensterne etwa um das Fünffache nach oben, dann trifft man auf den am Ende der Deichsel des Kleinen Wagens stehenden Polarstern. Unter ihm ist dann der Nordpunkt des Horizontes. Verlängert man die Verbindungslinie der hinteren beiden Kastensterne des Großen Wagens dagegen nach unten, so zeigt sie auf den 78 Lichtjahre entfernten hellsten Stern im Sternbild Löwe, den Regulus. Zwei weitere Frühlingssternbilder findet man mit Hilfe der Deichsel des Großen Wagens. Sie beschreibt einen Bogen, der zum alten Riesenstern Arkturus im Sternbild Bootes führt und weiter zur Spica im Sternbild Jungfrau, die allerdings erst später in der Nacht aufgeht.

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Sternenhimmel im Februar (03.02.2019)
Im Februar sieht man die wichtigsten Wintersternbilder schon früh am Abend. Markant steht das Sternbild Orion, der Himmelsjäger, am Südhimmel. Es sind vier Sterne, die den Körper des Jägers markieren: Rigel steht am rechten Fuß und Beteigeuze ist der linke obere Schulterstern. Beides sind Riesensterne, der Radius von Beteigeuze (Entfernung 530 Lichtjahre) liegt bei 500 Millionen km, das ganze innere Planetensystem hätte in ihr Platz. Rigel ist da bescheidener, er hat gerade 10% des Durchmessers von Beteigeuze, er würde aber immerhin noch an die Bahn des Planeten Merkur reichen. Ganz markant sind die drei Gürtelsterne des Orion, unterhalb von ihnen sieht man zumindest im Fernglas den berühmten Orionnebel als kleines Wölkchen. Diese gigantische Gas- und Staubwolke, eine Geburtsstätte von Sternen und Planeten, wird von jungen Sternen (den sog. Trapezsternen im Zentrum der Wolke) angestrahlt und zum Leuchten gebracht. Sie ist 1350 Lichtjahre entfernt und erstreckt sich über 30 Lichtjahre und ist nur ein kleiner Teil einer gigantischen Molekülwolke, die sich über das gesamte Orion-Sternbild ausdehnt.
In Molekülwolken wie dem Orionnebel bilden sich neue Sterne und Planeten. Ausgangspunkt sind Staubteilchen aus früheren Sternengenerationen, an deren Oberflächen sich Eisschichten abgelagert haben, in denen Unmengen an organischen Substanzen eingefroren sind. Es gibt dort Aminosäuren, Blausäure und Alkohole. Aus den Eis-Staub-Gemischen bilden sich dann die Planeten Die Unmengen an organischen Substanzen, die wir in jungen Planetensystemen finden, deuten darauf hin, dass Leben ein kosmisches und nicht nur ein irdisches Phänomen sein muss.

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Sternenhimmel im Januar (06.01.2019)
Am frühen Morgen des 21.1. kann man die letzte innerhalb der nächsten 10 Jahre in Kassel sichtbare totale Mondfinsternis beobachten. In dieser Nacht ist Vollmond. Vor seinem Untergang tritt er um 4.34 Uhr in den Kernschatten der Erde. Aus der im Westen stehenden Vollmondscheibe wird immer mehr „ausgeschnitten“, bis er als schmale rötliche Sichel um 5.41 Uhr, dann allerdings recht tief stehend, ganz im Erdschatten verschwunden ist. Das rote Licht, das den Mond dann noch erreicht, ist Sonnenlicht, das durch die Lufthülle der Erde in den Schatten gelangt. Da das blaue Licht von unserer Luft aus den Sonnenstrahlen herausgestreut wird (deswegen haben wir blauen Himmel), kommt nur das rote Licht zum Mond durch. Aus dem gleichen Grund ist auch die am Horizont stehende Sonne beim Auf- oder Untergang oft rot verfärbt. Wenn der Mond gegen 6.43 Uhr aus dem Kernschatten austritt, sehen wir eine helle stetig wachsende Sichel, bis er dann durch seinen Untergang im Westen unbeobachtbar geworden ist.

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Sternenhimmel im Dezember (03.12.2018)
Kommt 2018 ein Weihnachtskomet? Im Dezember kann man den Kometen 46P/Wirtanen am Himmel beobachten, vielleicht mit freiem Auge, bestimmt mit einem Fernglas.

Was ist ein Komet?
Kometen sind riesige „verschmutzte“ Bälle aus Eis. Sterne, wie auch unsere Sonne, entstehen aus großen Wolken aus Gas und Staub, die sich durch die eigene Schwerkraft verdichten. An den Oberflächen der winzigen Staubteilchen, die den jungen Stern in einer Scheibe umgeben, frieren die Gase aus. In Millionen von Jahren verschmelzen die mit Eis überzogenen Körner dann zu etwa wenige Kilometer großen, stark mit Staub verschmutzten, Eis- und Schneebällen. Dies sind die Kometenkerne.

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Sternenhimmel im November (05.11.2018)
Ausnahmsweise wollen wir in diesem Monat mal den morgendlichen Sternenhimmel beobachten. Da es morgens noch lange dunkel ist, werden wir Mitte November gegen 6.30 Uhr entweder beim Frühstück oder auf dem Weg zur Arbeit den Planeten Venus erstmals wieder als hellen Morgenstern sehen, nachdem sie im Frühjahr und Sommer leider nicht allzu gut sichtbar unser Abendstern war.

In der einsetzenden Morgendämmerung blicken wir gegen 6.30 Uhr nach Südosten. Venus steht dann schon als hellstes Objekt dicht über dem Horizont. Erst über, später im November rechts von ihr steht, Spica im Sternbild Jungfrau.

Da Venus sich am Himmel bewegt, kann man gut erkennen, wie sie am 12.11. noch unterhalb der Spica steht, am 15.11. dann dicht links unterhalb von ihr und schließlich gegen Monatsende dann weiter von Spica entfernt auf gleicher Höhe zu sehen ist. Im Laufe des Monats vergrößert Venus immer mehr ihren Abstand zur Sonne am Himmel, so dass sie täglich immer etwas höher über dem Horizont steht. Da die Sonne jeden Tag auch etwas später aufgeht, ist Venus morgens immer länger und immer besser zu sehen, zumal Venus auch immer heller wird, da sie auf ihrer Bahn um die Sonne uns immer mehr von ihrer beleuchteten Seite zeigt.

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Sternenhimmel im Oktober (01.10.2018)
In der ersten Nachthälfte kann man noch den hellen, rötlich leuchtenden Planeten Mars dicht über dem Süd- später Südwesthorizont sehen. Über Mars finden wir Atair, den hellsten Stern im Sternbild Adler und links oberhalb vom Adler steht der Schwan mit dem hellen Schwanzstern Deneb. Diese hochstehenden Sternbilder gehören noch zu den Sommersternbildern. Weil es jetzt immer früher dunkler wird, können wir sie noch bis in den Winter hinein abends sehen. Wir blicken jetzt Richtung Nordosten: Die Herbststernbilder sind höher gestiegen. Besonders bekannt ist das „Herbstviereck“. Es wird von vier nicht allzu hellen Sternen des Sternbildes Pegasus gebildet. Links neben ihm steht die Cassiopeia, deren hellste Sterne den Buchstaben „W“ bilden. Der Pegasus ist ein geflügeltes, auf dem Kopf stehendes, Pferd. Unter der Cassiopeia steigt der Perseus nach oben. Dieses Sternbild erinnert an ein auf dem Kopf stehendes „Y“. Von Algol wegführend nach rechts steht die Sternenkette der Andromeda, die in das Herbstviereck übergeht. Links unterhalb vom Perseus, tief am NNO – Horizont, leuchtet Capella im Fuhrmann. Über der Cassiopeia steht das Sternbild Cepheus, das an die Umrisse eines Hauses erinnert (zurzeit allerdings mit dem Dach nach unten). Die Sterne sind sehr lichtschwach, ein nur wenig durch das Stadtlicht aufgehellter Himmel ist notwendig um es zu erkennen. Obwohl der Anblick des Sternenhimmels ein ruhiges, eher friedliches Bild vermittelt, lauern im Weltall Gefahren für die Menschheit. Die Sonne wird von zahlreichen Felsbrocken umkreist, die von der Entstehung des Planetensystems „übrig“ geblieben sind. Manche von ihnen haben mehrere Kilometer Durchmesser und können der Erde sehr nahekommen. Würde einer dieser Brocken auf die Erde stürzen, könnte das das Ende der Menschheit bedeuten.

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Sternenhimmel im September (02.09.2018)
Astronomisch beginnt der Herbst, wenn am 23.9. die Sonne genau über dem Erdäquator steht, aber schon jetzt prägen die Herbststernbilder den östlichen Abendhimmel. Nach Sonnenuntergang hat man noch eine gute Chance den hellen Gasriesen tief im Südwesten am Himmel zu sehen. Links davon, im Süden, strahlt der Mars, nicht ganz so hell wie im Juli, aber immer noch dominierend. Mit etwas Glück sieht man dann zwischen Mars und Jupiter den Ringplaneten Saturn. Über Mars finden wir Atair, den hellsten Stern im Sternbild Adler und links oberhalb vom Adler steht der Schwan mit dem hellen Schwanzstern Deneb. Diese hochstehenden Sternbilder gehören noch zu den Sommersternbildern. Weil es jetzt immer früher dunkler wird, können wir sie noch bis in den Winter hinein abends sehen. Das wohl auffälligste Herbststernbild ist die Cassiopeia, deren hellste Sterne den Buchstaben „W“ bilden. Unter der Cassiopeia steigt der Perseus nach oben. Dieses Sternbild erinnert an ein auf dem Kopf stehendes „Y“. In einer sehr klaren Nacht, vielleicht vom Stadtrand aus, auf alle Fälle mit einem Fernglas, erkennt man ein unscheinbares Sternenwölkchen genau zwischen dem ersten W-Strich der Cassiopeia und dem oberen Teil des Perseus: Hier liegen zwei offenen Sternhaufen eng beieinander: h und Chi im Perseus. Dies sind 7600 Lichtjahre entfernte etwa 70 Lichtjahre große Ansammlungen einiger hundert Sterne, die gemeinsam vor 6 Millionen Jahren (Chi, der rechte Haufen) und vor 11 Millionen Jahren (h) entstanden sind, sozusagen Kinderstuben von Sternen. - Weiterlesen in der angefügten PDF-Datei. [mehr]

Zeitraffervideo der totalen Mondfinsternis (05.08.2018)
Am Abend des 27. Juli 2018 fand die längste Mondfinsternis des Jahrhunderts statt. Auch von der Sternwarte auf dem Dach des Schülerforschungszentrums Nordhessen wurde beobachtet. Während des gesamten Verlaufs der Finsternis wurden Bilder des Mondes aufgenommen. Daraus wurde folgende Zeitraffer-Video erstellt (ca. 3min):
www.youtube.com/watch?v=vgu-9bDIT94 [mehr]

Sternenhimmel im August (05.08.2018)
Für das bloße Auge bietet der Sternenhimmel Anfang August ein grandioses Schauspiel, man kann den stärksten Sternschnuppenstrom des Jahres beobachten. Die Sternschnuppen scheinen alle aus einem Punkt (Radiant genannt) in der Nähe des Sternbildes Perseus zu kommen, deswegen spricht man von den Perseiden.
Sie sind zwischen dem 11. und 13. August besonders häufig zu beobachten. Dann durchquert die Erde die Bahn des Kometen Swift-Tuttles, der die Sonne in 133 Jahren umkreist. Da er das letzte Mal 1992 in Erdnähe war, sind wir weit von der Quelle der Sternschnuppen entfernt, maximal dürften wir unter idealen Bedingungen 100 pro Stunde sehen. Aber dieses Jahr ist Neumond, d.h. kein störendes Mondlicht hellt den Himmel auf.
Sternschnuppen sind die Leuchtspuren von winzigen, weniger als 1 cm großen, Staubteilchen aus unserem Planetensystem, die in großer Höhe in der Lufthülle der Erde verglühen. Das Nachleuchten der Luft sehen wir dann als „Stern“schnuppe.
Pro Tag wächst die Masse der Erde um viele Tonnen, da ständig ein Staubregen aus dem Kosmos durch die Atmosphäre nach unten fällt. Die besonders zahlreichen, sehr kleinen Staubkörner (Mikrometeorite) erreichen ohne Leuchtspur den Erdboden, sie bilden auch einen Teil des Tiefseeschlamms.
Viele der Staubteilchen stammen aus den Kernen von Kometen, das sind etwa 15 km große Brocken aus Eis und Staub, vereiste Geröllhaufen, die die Urmaterie unseres Sonnensystems enthalten. In der Nähe der Sonne verdampft das Eis und reißt dabei auch Staubkörner mit, die sich längs der Kometenbahn ansammeln und dann alle auf zueinander parallelen Bahnen um unsere Sonne kreisen. Kreuzt nun die Erde eine solche Kometenbahn, dann fliegen wir durch die Wolke aus Staubteilchen hindurch und besonders viele Sternschnuppen können beobachtet werden.

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Bild
Bericht von der Mondfinsternis (31.07.2018)
Schon vor 20.00 Uhr kamen die ersten Besucher/innen, der Einführungsvortrag von J.Plum wurde von 100 Personen besucht. Danach erläuterte KP Haupt ebenfalls vor 100 Gästen die Finsterniszyklen. Danach warteten alle auf das Auftauchen des verfinsterten Mondes am dunstigen Horizont. Zwischenzeitlich gab es einen kurzen Blick auf den Abendstern Venus. Mit Mühe konnte man den Mond nach 21.45 Uhr in der Dämmerung erkennen.

Auf dem Bild (22.08 Uhr) rechts erkennt man den noch aufgehellten rechten Teil des Kernschattens. Inzwischen konnten zwei sehr helle Iridium-Flares beobachtet werden. Um 22.32 Uhr zog die ISS zum ersten Mal über Kassel und am Horizont tauchte der in Opposition stehende Mars auf.

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